Online-Magazin Ausgabe Dezember 2003

Editorial

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

mit dem Jahreswechsel werden wir unser komplettes Angebot - Internetplattform, Newsletter und Online-Magazin - neu strukturieren. Ab 2004 erscheint das Magazin unter dem Titel "Städte im Umbruch" drei mal im Jahr zu festen Terminen. Der Newsletter "schrumpfende-stadt / stadtumbau-ost", den wir bisher immer parallel zum Magazin herausgegeben haben, erscheint künftig sechs mal im Jahr, ebenfalls zu festen Terminen. So können wir im Newsletter mehr Aktualität und im Magazin "Städte im Umbruch" eine noch größere Tiefe und Fundierung der Beiträge bieten. Insgesamt werden wir damit die Qualität beider Angebote erheblich verbessern und stärker an Ihren Bedürfnissen orientieren.

Das Magazin wird in Zukunft neben einem freien Teil durch Themenausgaben bestimmt. Spätestens im jeweiligen dem Erscheinungsdatum von "Städte im Umbruch" vorausgehenden Newsletter rufen wir dazu in einem offenen Verfahren zur Mitwirkung auf und laden darüber hinaus ausgewählte Fachleute zu Beiträgen ein (call for papers). Frei eingesandte Manuskripte und Anregungen jeglicher Art sind natürlich weiterhin jederzeit willkommen!

Die erste Ausgabe von "Städte im Umbruch" erscheint am 3. Mai 2004, Redaktionsschluss ist der 19. April 2004. Das Thema und den call for papers erhalten Sie mit der nächsten Ausgabe des Newsletters schrumpfende-stadt / stadtumbau-ost am 3. März 2004.

Zunächst aber viel Vergnügen beim Lesen dieser Ausgabe und eine besinnliche und ruhige Advents- und Weihnachtszeit!

Ihre Thilo Lang und Eric Tenz

Inhalt

Kehrtwende in der Stadtentwicklung - Ostdeutschland als Laboratorium für eine alternative Urbanität?
Kohls „blühende Landschaften“ waren bis weit in die 90er Jahre die Leitvorstellung auch in der Stadtentwicklungspolitik. Die langfristigen Wachstumshoffnungen jedoch stellten sich als unrealistisch heraus. Viele Maßnahmen, wie der damals hochsubventionierte Bau von Shoppingcentern und überdimensionierten Gewerbegebieten auf der grünen Wiese, haben sich mittlerweile vielerorts als kontraproduktiv für die Entwicklung der Städte und ihrer Zentren erwiesen (vgl. Häußermann 1999). Das Schicksal der Städte scheint somit beispielhaft für die gesamtgesellschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands in den letzten Jahren: Auf breiter Ebene wird nun ein Paradigmenwechsel vom Wachstums- zum Schrumpfungsmanagement erforderlich. Alternative Wege müssen beschritten werden, um eine neue ökonomische und gesellschaftliche Basis herauszubilden.
In diesem Beitrag von Achim Schröer, Sascha Vogler und Thilo Lang werden – bezogen auf die Situation in Ostdeutschland – die Ursachen, Hintergründe und Folgen des Schrumpfungsprozesses dargelegt, die kommunalpolitische Karriere das Themas in den letzten Jahren und aktuelle sozialräumliche Ansätze beschrieben und diskutiert. --> mehr

Schrumpfende Städte – eine Annäherung
Zahlreiche VertreterInnen aus Wissenschaft und Praxis der Arbeitsfelder Stadtplanung, Architektur und Wohnungswesen diskutieren und publizieren seit geraumer Zeit über schrumpfende Städte, wobei nur sehr wenige Beiträge erkennen lassen, welche exakte Definition eigentlich jeweils mit der Verwendung dieses Begriffes verbunden wird. Eine Reduzierung auf den Faktor negative Bevölkerungsentwicklung greift wesentlich zu kurz bzw. lässt nur eine oberflächliche Behandlung des Themas zu und wird der umfassenden Problemlage vor Ort nicht gerecht.
Der Beitrag von Thilo Lang unternimmt eine Eingrenzung des Begriffes der schrumpfenden Stadt, versucht eine Typisierung und schlägt vor, welche Aspekte verstärkt Gegenstand der Debatte sein sollten. --> mehr

Zwei Jahre Stadtumbau-Ost - Wie geht es noch besser?
Beate Glöckner über den gleichnamigen Kongress, der am 27. November in Berlin eine Zwischenbilanz der Programmes Stadtumbau-Ost versuchte. --> mehr

Freiraumentwicklung in der fragmentierten Stadt. Am Beispiel Stassfurt
Infolge der Schrumpfungsprozesse lösen sich die ehemals kompakten Strukturen in den Zentren der ostdeutschen Städte auf, bei gleichzeitigem Wachstum an ihren Rändern. Die Stadt wird mehr und mehr zum Patchwork, d.h. die räumliche und qualitative, aber auch die soziale Differenzierung des Stadtgefüges nimmt zu. Ein Aspekt der fortschreitenden Fragmentierung ist die Zunahme von ungenutzten Flächen innerhalb und zwischen den unterschiedlichen Siedlungsräumen. Neben den komplexen ökonomischen, wohnungswirtschaftlichen und infrastrukturellen Problemen, die durch die Schrumpfungsprozesse ausgelöst werden, stellt sich die Frage nach dem Umgang mit der Vielzahl ungenutzter Flächen, auf denen kaum Bedarf für eine Neubebauung besteht.
Die Landschaftsplanerin Christiane Kuschel stellte sich in ihrer Diplomarbeit der Frage welchen Beitrag Freiraumentwicklung leisten kann, brachliegende Flächen stärker in den genutzten Stadtraum zu integrieren. --> mehr

Aktuelle Informationen zu Stadtumbau und Stadtschrumpfung
Aktueller Newsletter mit Terminen, aktuellen Veröffentlichungen und weiteren Hinweisen zum Thema. --> mehr

Impressum

Das Online-Magazin schrumpfende-stadt.de erscheint seit März 2002 und wird von der Redaktion der Internetplattform schrumpfende-stadt.de ehrenamtlich erstellt. Herausgeber sind Eric Tenz und Thilo Lang. Ca. vier Mal pro Jahr veröffentlichen wir hier Beiträge rund um das Thema Stadtschrumpfung und Stadtumbau. Das Magazin wird in der Regel parallel zu unserem Newsletter herausgegeben. Weitere (rechtliche) Informationen hier.

Sie finden an dieser Stelle aktuelle wissenschaftliche Abhandlungen zum Thema schrumpfende Stadt und Stadtumbau, Projektskizzen oder Projektberichte sowie Kurzfassungen von Diplomarbeiten und Dissertationen zum Thema. Gerne können Sie uns für zukünftige Ausgaben des Magazins eine Zusammenfassung Ihrer Arbeiten schicken, die wir aufnehmen, sofern sich das Thema im Bereich schrumpfende Städte und Stadtumbau bewegt. Wir freuen uns über ihre Zusendungen, denn nur durch Ihre Mitwirkung kann dieses Angebot besser werden; beachten Sie hierzu bitte unsere Redaktionshinweise!

Sie können Artikel aus dem Online-Magazin zitieren. Eine Seitenangabe ist bei Internetquellen nicht erforderlich, da durch die Suchfunktion bspw. über "Str.+F" zitierte Stellen spielend leicht aufgefunden werden können.
Zitierbeispiel: Bürkner, Hans-Joachim: Schrumpfung, städtische Restrukturierung und Regenerierung - sozialräumliche Perspektiven in: Online-Magazin schrumpfende-stadt.de, 2. Jg., Ausg. 3, August 2003, http://www.schrumpfende-stadt.de/magazin.htm (Auszug vom 31.08.2003).

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Dies ist ein Dokument der Seite www.schrumpfende-stadt.de
Erstelldatum: 07. Dezember 2003
Autor: Thilo Lang