Ausgabe August 2003 (2. Jg., Ausg. 3)

Schrumpfung, städtische Restrukturierung und Regenerierung - sozialräumliche Perspektiven
Die Diskussionen um Schrumpfungsprozesse und ihre Folgen für die Städte haben sich – besonders in Ostdeutschland – bislang vor allem auf die Rolle demographischer Entwicklungen und auf den Wohnungsleerstand konzentriert. Beide Perspektiven verstellen den Blick auf wesentliche Verursachungszusammenhänge und Problemfolgen. Diese und andere Schieflagen gehorchen in erster Linie politischen Logiken – Logiken der Problemmeidung und Nichtthematisierung, aber auch Logiken der Bevorzugung von politisch „bearbeitbaren“ Problemaspekten und Lösungsvorschlägen.
Hans-Joachim Bürkner, Leiter der Forschungsabteilung 4 "Regenerierung schrumpfender Städte" am Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) in Erkner, versucht einerseits Erkenntnisdefizite der politischen Öffentlichkeiten sowie der wissenschaftlichen Forschung gezielt zu adressieren und andererseits politisch-normative Fragen aufzugreifen, die von den bisherigen Debatten abweichen und für neue Akzentuierungen sorgen können. --> mehr

Sind schrumpfende Städte gleichbedeutend mit einer schrumpfenden Wirtschaft? Der Fall Ostdeutschland
Dass aktuelle Schrumpfungsdebatten die ökonomischen Realitäten häufig ausblenden, liegt auch an der althergebrachten These, dass demographisch schrumpfende Städte generell eine negative ökonomische Entwicklung vollziehen.
Peter Franz vom Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) zeigt anhand der jüngeren Entwicklung ostdeutscher Städte, dass dieser Zusammenhang pauschal nicht anwendbar ist. Vielmehr stellt sich die Situation der hinsichtlich Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung von 1994 bis 2000 untersuchten ostdeutschen Städte und Stadtregionen unterschiedlich dar. --> mehr

Superumbau - die verkunstete Platte
Schrumpfende Städte sind Vorboten eines grundlegenden urbanen Wandels. Hierzulande trifft es besonders die neuen Bundesländer, die vor dem Hintergrund des gesellschaftspolitischen Wertewandels mit einem alarmierenden  Rückbau ihrer Städte konfrontiert sind. Bis zum Jahr 2050 wird sich die Bevölkerungszahl im Osten Deutschlands halbiert haben. Der einstigen sozialistischen Modellstadt Hoyerswerda prognostiziert man für die nächsten 15 Jahre weniger als die Hälfte der Einwohnerzahl von 1990. In der vermeintlichen Stadt der Zukunft verschwindet die Arbeit und mit der Arbeit die Zukunft, mit der Zukunft verschwindet die Stadt.
Das Projekt "superumbau" in Hoyerswerda setzt sich unter erweitertem kulturgeschichtlichen Blickwinkel mit der Schrumpfung von Städten auseinander und macht ihn zum Gegenstand eines künstlerischen Kommentars. Ein Einstieg ins Projekt. --> mehr

Die Utopie einer guten Stadt?
Gegensätzlicher können die Fallbeispiele kaum sein, die Anne Pfeiffer für ihre Diplomarbeit ausgewählt hat. Worauf sollen wir als Planende uns in Zukunft verlassen? welches sind die zentralen Aspekte, die wir vor dem Hintergrund zukünftiger städtischer Transformationen stärker berücksichtigen müssen?
Anne Pfeifer hat sich auf die manchmal philosophische Suche nach der guten Stadt begeben und sich dabei mit einem anderen Planerbild auseinandergesetzt. --> mehr

Schwerin - Strategien einer schrumpfenden Stadt
Mit welchen Konzepten tritt eine „Schrumpfende Stadt“ wie Schwerin den Folgewirkungen von Schrumpfung entgegen? Die Analyse Schweriner Entwicklungsplanung lässt viele gute Konzepte erkennen, die jedoch oft nicht zur vollen Wirkung gelangen, da sie nicht optimal abgestimmt sind.
Silke Faber und Anke Hanauer haben in ihrer Diplomarbeit exemplarisch eine Stadtentwicklungsstrategie „Qualifizierung Schwerin“ erarbeitet, innerhalb derer sieben Leitlinien und drei Leitprojekte helfen sollen, einen Zielkorridor zu entwickeln, der die knappen Ressourcen der Stadt bündelt und die Verfolgung von Zukunftsperspektiven trotz schwieriger Lage ermöglicht.
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Dies ist ein Dokument der Seite www.schrumpfende-stadt.de
Erstelldatum: 15. August 2003
Autor: Thilo Lang