Schrumpfung,
städtische Restrukturierung und Regenerierung - sozialräumliche
Perspektiven
Die Diskussionen um Schrumpfungsprozesse und ihre Folgen für
die Städte haben sich besonders in Ostdeutschland
bislang vor allem auf die Rolle
demographischer Entwicklungen und auf den Wohnungsleerstand konzentriert.
Beide Perspektiven verstellen den Blick auf wesentliche Verursachungszusammenhänge
und Problemfolgen. Diese und andere Schieflagen gehorchen in erster
Linie politischen Logiken Logiken der Problemmeidung und
Nichtthematisierung, aber auch Logiken der Bevorzugung von politisch
bearbeitbaren Problemaspekten und Lösungsvorschlägen.
Hans-Joachim Bürkner, Leiter der Forschungsabteilung 4 "Regenerierung
schrumpfender Städte" am Institut für Regionalentwicklung
und Strukturplanung (IRS) in Erkner, versucht einerseits Erkenntnisdefizite
der politischen Öffentlichkeiten sowie der wissenschaftlichen Forschung
gezielt zu adressieren und andererseits politisch-normative Fragen
aufzugreifen, die von den bisherigen Debatten abweichen und für
neue Akzentuierungen sorgen können. -->
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Sind
schrumpfende Städte gleichbedeutend mit einer schrumpfenden Wirtschaft?
Der Fall Ostdeutschland
Dass aktuelle Schrumpfungsdebatten die ökonomischen Realitäten
häufig ausblenden, liegt auch an der althergebrachten These,
dass demographisch schrumpfende Städte generell eine negative
ökonomische Entwicklung vollziehen.
Peter Franz vom Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) zeigt
anhand der jüngeren Entwicklung ostdeutscher Städte, dass
dieser Zusammenhang pauschal nicht anwendbar ist. Vielmehr stellt
sich die Situation der hinsichtlich Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung
von 1994 bis 2000 untersuchten ostdeutschen Städte und Stadtregionen
unterschiedlich dar. --> mehr
Superumbau
- die verkunstete Platte
Schrumpfende Städte sind Vorboten eines grundlegenden urbanen Wandels.
Hierzulande trifft es besonders die neuen Bundesländer, die vor
dem Hintergrund des gesellschaftspolitischen Wertewandels mit einem
alarmierenden Rückbau ihrer Städte konfrontiert sind. Bis
zum Jahr 2050 wird sich die Bevölkerungszahl im Osten Deutschlands
halbiert haben. Der einstigen sozialistischen Modellstadt Hoyerswerda
prognostiziert man für die nächsten 15 Jahre weniger als die Hälfte
der Einwohnerzahl von 1990. In der vermeintlichen Stadt der Zukunft
verschwindet die Arbeit und mit der Arbeit die Zukunft, mit der
Zukunft verschwindet die Stadt.
Das Projekt "superumbau" in Hoyerswerda setzt sich unter
erweitertem kulturgeschichtlichen Blickwinkel mit der Schrumpfung
von Städten auseinander und macht ihn zum Gegenstand eines künstlerischen
Kommentars. Ein Einstieg ins Projekt. -->
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Die
Utopie einer guten Stadt?
Gegensätzlicher können die Fallbeispiele kaum sein, die
Anne Pfeiffer für ihre Diplomarbeit ausgewählt hat. Worauf
sollen wir als Planende uns in Zukunft verlassen? welches sind die
zentralen Aspekte, die wir vor dem Hintergrund zukünftiger
städtischer Transformationen stärker berücksichtigen
müssen?
Anne Pfeifer hat sich auf die manchmal philosophische Suche nach
der guten Stadt begeben und sich dabei mit einem anderen Planerbild
auseinandergesetzt. --> mehr
Schwerin
- Strategien einer schrumpfenden Stadt
Mit welchen Konzepten tritt eine Schrumpfende
Stadt wie Schwerin den Folgewirkungen von Schrumpfung entgegen?
Die Analyse Schweriner Entwicklungsplanung lässt viele gute
Konzepte erkennen, die jedoch oft nicht zur vollen Wirkung gelangen,
da sie nicht optimal abgestimmt sind.
Silke Faber und Anke Hanauer haben in ihrer Diplomarbeit exemplarisch
eine Stadtentwicklungsstrategie Qualifizierung Schwerin
erarbeitet, innerhalb derer sieben Leitlinien und drei Leitprojekte
helfen sollen, einen Zielkorridor zu entwickeln, der die knappen
Ressourcen der Stadt bündelt und die Verfolgung von Zukunftsperspektiven
trotz schwieriger Lage ermöglicht. -->
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