Online-Magazin Ausgabe Juni 2003 (2. Jg., Ausg. 2)

Städtische Kreativität - Erfahrungen im Umgang mit Schrumpfungsprozessen
Viele Kommunen beschränken sich in ihren Konzepten zum Stadtumbau sehr einseitig auf die städtebaulichen und wohnungswirtschaftlichen Probleme und setzen nur dort zur Heilung der gegenwärtigen Symptome der Schrumpfungs- und Leerstandsentwicklungen an. Notwendig ist aber, von den grundsätzlichen Ursachen und Entwicklungen auszugehen und kreativ neue Perspektiven für die Stadtentwicklung in wirtschaftlicher, sozialer, kultureller, baulicher und wohnungswirtschaftlicher Hinsicht zu entwickeln.
Heike Liebmann, Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (Erkner bei Berlin), Dr. Tobias Robischon, Schader-Stiftung (Darmstadt) über Erfahrungen und kreative Handlungskonzepte im positiven Umgang mit Schrumpfungsprozessen aus den neuen Ländern und aus Westeuropa. --> mehr

Risiken und Nebenwirkungen des Stadtumbaus
Seit ungefähr vier Jahren gehören Leerstand und „Stadtumbau“ zu den am meisten diskutierten Themen in der deutschen Stadtentwicklung. Seit 2001 läuft das Bund-Länder-Programm „Stadtumbau Ost“ mit einem Umfang von 2,5 Mrd. Euro, in dem erstmals in der Geschichte der deutschen Wohnungspolitik der ersatzlose Abriss von Wohnraum gefördert wird. Trotzdem ist die Stimmung in der mit dem „Stadtumbau“ befassten Fachöffentlichkeit zur Zeit eher skeptisch. Denn mit dem „Stadtumbau“ ist eine ganze Anzahl an neuen Problemen aufgetaucht.
Matthias Bernt, Umweltforschungszentrum Leipzig (UFZ), über Entwicklungen voller Risiken und die Gefahren nicht intendierter Nebenwirkungen. --> mehr

Wohnstandortmarketing - Strategie zur Bestandsaufwertung und sozialen Stabilisierung städtischer Wohnquartiere
Die kommunale Wohnungspolitik in größeren und mittleren Städten steht vor neuen Herausforderungen. Entwicklungen wie der demographische Wandel und gesellschaftliche Veränderungen treten zu bereits länger bekannten Phänomenen der Siedlungsentwicklung. Mit der Strategie des Wohnstandortmarketings sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie Bevölkerungsverluste innerstädtischer Quartiere verringert werden können.
Beitrag von Florian Koch, Institut für Stadtforschung und Strukturpolitik (IfS), auf Grundlage seiner Diplomarbeit „Wohnstandortmarketing – Strategie zur Bestandsaufwertung und sozialen Stabilisierung innerstädtischer Wohnquartiere dargestellt am Beispiel Düsseldorf Flingern-Süd“ an der Fakultät Raumplanung, Universität Dortmund, 2002. --> mehr

Aktiv Wohnen: Stadtumbau in Dessau
Dessau wächst. Flächenmäßig. Die Bevölkerungszahl ist jedoch, wie in den meisten ostdeutschen Städten, stark rückläufig. Das Zusammenwirken dieser Entwicklungen könnte zu erschreckenden Szenarien von verwaisten, ereignisarmen, fragmentierten und segregierten Innenstädten führen.
Kurzzusammenfassung einer Diplomarbeit am Fachbereich Architektur der TU Berlin von Moritz Löer im Februar 2003. --> mehr

Neuer Studiengang an der Universität Leipzig: "urban management"
Ab kommendem Oktober (WS 2003/2004) bietet die Universität Leipzig den zweijährigen postgradualen Vollzeitstudiengang Master of Science in ‚urban management’ an. Inhaltlichen Schwerpunkt bildet die interdisziplinäre Auseinandersetzung mit dem sich vor allem im Osten Deutschlands vollziehenden wirtschaftlichen und demografischen Strukturwandel und den daraus resultierenden aktuellen Anforderungen der Stadtentwicklung. --> mehr

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Dies ist ein Dokument der Seite www.schrumpfende-stadt.de
Erstelldatum: 27. Mai 2003
Autor: Thilo Lang