Ausgabe März 2003 (2. Jg., Ausg. 1)

Tabuzone Stadtumbau-Ost
Rainer Bohne versucht, das Problem in seiner gesellschaftlichen Dimension zu verdeutlichen. Dabei steht insbesondere das Aufräumen mit Fehleinschätzungen und Verharmlosungen im Vordergrund. Immer wieder wird behauptet, die Planenden in der Verwaltung und den Büros hätten nicht oder zumindest nicht rechtzeitig auf die kommenden Probleme hingewiesen, die Daten nicht ausreichend gewürdigt und dadurch der Politik und Verwaltung nicht die notwendigen Hinweise gegeben, um frühzeitig Fehlentwicklungen entgegenwirken zu können. Genau das ist aber nicht richtig.
Rainer Bohne, Geschäftsführer der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung, SRL, Vorstandsmitglied der Berliner Architektenkammer über eine Geschichte von Tabus und Verharmlosungen. --> mehr

Baukultur im Stadtumbauprozess
In der Verknüpfung der Themenfelder besteht kein Widerspruch, sondern vielmehr eine Chance, das Erscheinungsbild und die Qualität der Städte im positiven Sinn zu verändern. Architektur und Baukultur müssen in unserer Gesellschaft und im Stadtumbauprozess einen höheren Stellenwert erhalten, soll sich das Bauen bzw. das Umbauen in den ost- und westdeutschen Städten nicht auf technische oder betriebswirtschaftliche Aspekte beschränken.
Christoph Haller, Mitarbeiter am Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) und Janos Brenner, Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, stellen die Ergebnisse einer Studie vor. --> mehr

Soziale Stadt - Schrumpfende Stadt: Eine Zwischenbilanz
Zum einen liegen aus 16 Modellquartieren der Bundesländer erste Erfahrungen und Erkenntnisse in der Umsetzung des Bund-Länder-Programms „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die soziale Stadt“ vor. Zum andern beginnt derzeit eine breit angelegte bundesweite Programmevaluierung, um Zielorientierung und Wirksamkeit dieses integrierten Stadtentwicklungsansatzes zu untersuchen. Der anspruchsvolle Ansatz hat in den meisten Modellstädten zu einer Vielzahl von integrierten Projekten geführt, die der Beseitigung von grundsätzlichen und örtlichen Defiziten dienen sollen. Gleichzeitig haben die Programmziele – so scheint es – die strukturelle Ebene von Politik und Verwaltung noch kaum erreicht.
Ingeborg Beer (Stadtforschung + Sozialplanung, Berlin), Andrea Haase (Hochschule Anhalt, Fachbereich Architektur), Ronald Kunze und Erich Buhmann sehen Verflechtungsräume und Schnittstellen. --> mehr

Wohnungsleerstand und Heizkosten - Wie hoch ist die Belastung für den Vermieter?
Wohnungsleerstand kann für die bewohnten Wohnungen ein Mehr an Heizenergie bedeuten. Haben die entsprechenden Mieter tatsächlich dementsprechend höhere Heizkosten zu tragen? Inwieweit wird der Vermieter bei Leerstand an den Heizkosten beteiligt?
Antworten auf diese Fragen im Beitrag von Clemens Deilmann, Karin Gruhler, Martina Möbius (IÖR, Dresden). --> mehr

Ökologische Effekte der Bestandsentwicklung in schrumpfenden Stadtregionen
In der stadtökologischen Diskussion kristallisiert sich heraus, dass die ökologischen Wirkungen, die mit Schrumpfungsprozessen verknüpft sind, eine eigene Problemkategorie darstellen. Der Beitrag fokussiert auf die Inanspruchnahme von Ressourcen (Baustoffe), Emissionen (CO2) und Wohnbauland auf Basis der zukünftigen Wohnungsbestandsentwicklung. Die Berechnung der Effekte wird am Beispiel der Stadt Bautzen dargestellt. Georg Schiller, Clemens Deilmann, Irene Iwanow (IÖR, Dresden). --> mehr

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Dies ist ein Dokument der Seite www.schrumpfende-stadt.de
Erstelldatum: 24. Februar 2003
Autor: Thilo Lang