Newsletter Schrumpfende Stadt / Stadtumbau Ost Nr. 41
Juli + August 2009
wird herausgegeben von der Arbeitsgruppe schrumpfende-stadt.de und unterstützt von
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Kontakt Redaktion: Anne Brandl & Benno Brandstetter
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Inhalt
I. Ausgewählte neue Veröffentlichungen
II. Neuigkeiten
III. Zusammenfassungen von Abschlussarbeiten
IV. Veranstaltungstermine & Redaktionelle Hinweise
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I. Ausgewählte neue Veröffentlichungen:
BMVBS (Hrsg.): „Nationale Stadtentwicklungspolitik - Positionen“
Das Kuratorium Nationale Stadtentwicklungspolitik besteht aus namhaften Experten stadtrelevanter Disziplinen. An diesem „Runden Tisch der Stadtentwicklung“ sollen Lösungsansätze für die anstehenden Herausforderungen in Städten und Gemeinden entwickelt, diskutiert und formuliert werden. Diese Aufgabe wird entlang von sechs Handlungsfeldern geleistet: Bürger für Ihre Stadt aktivieren – Zivilgesellschaft, Chancen schaffen und Zusammenhalt bewahren – Soziale Stadt, Innovative Stadt – Motor der wirtschaftlichen Entwicklung, Städte besser gestalten – Baukultur, Die Stadt von Morgen bauen – Klimaschutz und globale Verantwortung, Die Zukunft der Stadt ist die Region – Regionalisierung. In der Veröffentlichung sind Positionen zur Nationalen Stadtentwicklungspolitik formuliert, die sich mit den zentralen Fragen auseinandersetzen: Worin bestehen die zentralen Herausforderungen an die Stadtentwicklungspolitik – jetzt und in 10 Jahren? Was wird in diesem Zusammenhang von der Nationalen Stadtentwicklungspolitik erwartet? Wie kann ein eigener Beitrag der Kuratoriumsmitglieder bzw. der von diesen vertretenen Organisationen aussehen? Der Bericht steht als PDF-Download zur Verfügung.
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (Hrsg.): Nationale Stadtentwicklungspolitik - Positionen, 2009, 147 S., kostenlos
BBSR (Hrsg.): „Stadtumbau - die Fortsetzung“ - IzR 7.2009
Das aktuelle IzR-Heft zeigt, dass Stadtumbau mehr ist als der Abriss von nicht mehr gebrauchten oder bewohnten Siedlungsteilen. Er soll auch zu einer nachhaltige Stadtentwicklung und einem raschen Wandel wirtschaftlicher, demographischer und sozialer Strukturen beitragen. Das Heft zeigt unterschiedliche Möglichkeiten, die zu neuen städtischen Wohn- und Lebensqualitäten wie auch zu einer neuen Planungskultur führen können. Nähere Informationen zu Inhalt und Autoren hier.
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (Hrsg.): Stadtumbau - die Fortsetzung, Informationen zur Raumentwicklung - Heft 7.2009, 72 S., ISSN 0303-2493, 6,00 € (zzgl. Versand)
Bundestagsfraktion Die Linke (Hrsg.): Studie „Bilanz und Perspektive des Förderprogramms Stadtumbau Ost“
In der von der Linksfraktion im Deutschen Bundestag beauftragten Studie wird neben einer kritischen Würdigung der bisherigen Resultate des Förderprogramms Stadtumbau Ost untersucht, wie der bisherige verengte wohnungswirtschaftliche Ansatz bei der Bewältigung des demographischen und sozialen Strukturwandels verändert werden muss. Erwartet wird, dass so wichtige Schlussfolgerungen für den Stadtumbau West abgeleitet werden können. Die Studie steht als PDF-Download zur Verfügung.
Bundestagsfraktion Die Linke (Hrsg.) / Matthias Bernt / Thomas Flierl / Wolfram Wallraf (Bearb.): Studie "Bilanz und Perspektive des Förderprogramms Stadtumbau Ost“, 2009, 54 S., kostenlos
Altrock / Huning / Kuder / Nuissl / Peters (Hrsg.): „Städte im Aufbruch - Stadtentwicklungspolitische Handlungsoptionen in Krisenzeiten“ - Planungsrundschau 16
Das Buch begibt sich auf die Suche nach viel versprechenden Ansätzen, auch unter heutigen Bedingungen aktiv stadtentwicklungspolitisch zu gestalten. Es spürt den lokalpolitischen Handlungsspielräumen nach, die in den Feldern der strategischen Stadtentwicklungspolitik, der Wirtschaftsförderung, der Quartierspolitik, der Wohnungs- und raumbezogenen Sozialpolitik sowie von Beteiligung und der Förderung alternativer Lebensformen bestehen.
Uwe Altrock / Sandra Huning / Thomas Kuder / Henning Nuissl / Deike Peters (Hrsg.): Städte im Aufbruch - Stadtentwicklungspolitische Handlungsoptionen in Krisenzeiten, Reihe Planungsrundschau 16, 2009, 308 S., Verlag Uwe Altrock, ISBN 978-3-937735-07-8, 18,00 €
Sulzer (Hrsg.): „Stadtgestalten - Visionen Allianzen Wege“
Die Qualität der europäischen Stadt hat ihre Wurzeln im konstruktiven Zusammenspiel unterschiedlicher Disziplinen. In diesem oftmals äußerst konfliktreichen Prozess lässt der Blick über die Grenzen des eigenen Fachgebiets hinaus neues Wissen über die inneren Zusammenhänge der Städte gewinnen. Ein kreativer Dialog zwischen den interdisziplinären Sichtweise der Akteure trägt ganz entscheidend zur städtebaulichen Gestaltungsqualität bei.
Sulzer, Jürg (Hrsg.): Stadtgestalten - Visionen Allianzen Wege, Schriftenreihe Stadtentwicklung und Denkmalpflege Band 12, 2009, 176 S., Jovis Verlag, ISBN 978-3939633747, 24,80 €
BMVBS/BBSR (Hrsg.): „Bürgermitwirkung im Stadtumbau“ - Forschungen, Heft 140
Das Bund-Länder-Programm Stadtumbau Ost war und ist angesichts gravierender Veränderungen in der Lebenswelt der Bewohner auf breite Akzeptanz und Mitwirkung der Bürger und Betroffenen angewiesen. Im Rahmen der im vergangenen Jahr abgeschlossenen Evaluierung des Bund-Länder-Programms Stadtumbau Ost wurde ein Sondergutachten durchgeführt, das erstmals eine umfassende Bestandsaufnahme über die Bekanntheit des Programms, die Beurteilung von Rückbau- und Aufwertungsmaßnahmen sowie verschiedene Formen der Bürgerbeteiligung und -mitwirkung gibt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Bürger mehrheitlich die Zielsetzung des Programms teilen, aber dass der Informationsfluss über die Umsetzung des Stadtumbauprogramms in den Kommunen noch verbessert werden sollte. Die Fortführung des Programms Stadtumbau Ost bietet die Chance, die kreativen Potenziale der Bürgermitwirkung noch stärker zu nutzen. Nähere Informationen und Bestellmöglichkeit hier.
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung / Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (Hrsg.) / Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung e.V. (IRS) / Institut für Stadtforschung und Strukturpolitik GmbH (IfS) (Bearb.): Bürgermitwirkung im Stadtumbau, Reihe Forschungen - Heft 140, 2009, 48 S., ISBN 978-3-87994-472-9, kostenlos
BMVBS/BBSR (Hrsg.): „Renaturierung als Strategie nachhaltiger Stadtentwicklung“ - Werkstatt: Praxis Heft 62
Stadtentwicklung wird zunehmend durch die Gleichzeitigkeit und räumliche Nachbarschaft von Wachstums- und Schrumpfungsprozessen geprägt. Der konsequente Rückbau und die Aufwertung mit nachfolgenden Renaturierungsmaßnahmen erscheinen im Falle flächenhafter Abrisse von leer stehenden Wohngebäuden und nicht verwertbaren Gewerbebrachen als immer bedeutender werdende Optionen. Im Rahmen des ExWoSt-Forschungsprogramms wurde deshalb das Thema "Renaturierung" in den Kontext einer nachhaltigen Stadtentwicklung gestellt und 20 Projekte als Fallstudien ausgewertet, die Aufschluss geben über die Rahmenbedingungen, Chancen und Grenzen praxistauglicher Renaturierungsstrategien. Das Heft steht als PDF-Download zur Verfügung. Weitere Informationen hier.
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung / Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (Hrsg.) / bgmr Landschaftsarchitekten / Technische Universität Berlin (Bearb.): Renaturierung als Strategie nachhaltiger Stadtentwicklung - Dokumentation von Fallstudien, Reihe Werkstatt: Praxis Heft 62, 2009, 127 S., ISBN 978-3-87994-962-5, kostenlos
Burmeister: „Leben neben der Abrissbirne: Aspekte des Stadtumbaus in einer ostdeutschen Grenzstadt“
Das Phänomen der schrumpfenden Städte ist ein zentrales Thema der Stadtforschung geworden. In der Debatte werden die betroffenen Bewohner meist nicht thematisiert. Genau dies will diese Studie leisten und unternimmt eine Reise in eine schrumpfende Stadt - das Wohngebiet Neuberesinchen in Frankfurt (Oder). Ziel ist es, nicht nur einen Einblick in die Veränderungen eines Viertels nach der Wende zu geben, sondern auch die Bewohner selbst zu Wort kommen zu lassen. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen markante Orte und der Alltag der Bewohner.
Julia Burmeister: Leben neben der Abrissbirne: Aspekte des Stadtumbaus in einer ostdeuschen Grenzstadt, 2009, Tectum Verlag, 127 S., ISBN 978-3828899414, 24,90 €
Spannowsky / Hofmeister (Hrsg.): „Mobilisierung von Baulücken und Leerstandspotenzialen“
Die Mobilisierung von Baulücken- und Leerstandspotenzialen ist eine der größten Herausforderungen sowohl für die kommunale Bauleitplanung als auch für die Landes- und Regionalplanung. Eine nachhaltige städtebauliche Innenentwicklung erfordert Konzepte für die Mobilisierung von Baulücken und Leerstand mit dem Ziel, die Gebietsattraktivität und -funktionen zu erhalten und soweit erforderlich möglichst wiederherzustellen oder Funktionsräume anzupassen. Welche Konzeptionen und Modelle bereits in der Praxis erprobt wurden und welche Fragen im Hinblick auf die rechtliche Umsteuerung aufgeworfen werden, ist Gegenstand der in diesem Band abgedruckten Beiträge.
Willy Spannowsky / Andreas Hofmeister (Hrsg.): Mobilisierung von Baulücken und Leerstandspotenzialen, 2009, Lexxion Verlag, 202 S., ISBN: 978-3869650135, 36,00 €
Bartholomäus / Blankenburg / Fleischmann / Schiller / Wüllner (Hrsg.): „Wie viel Gestaltung braucht Stadt?“
Die hochwertige baulich-räumliche Gestaltung von Städten ist eine grundlegende Qualität, die nicht nur von der Allgemeinheit, sondern auch in der planerischen Ausbildung postuliert wird. Angesichts sich grundlegend wandelnder Rahmenbedingungen scheint die Realisierung städtebaulicher Qualitäten in der planerischen Praxis jedoch immer weniger möglich zu sein. Auf nahezu allen Maßstabsebenen wird díe räumliche Planung zunehmend durch ökonomische, politische oder demographische Sachzwänge determiniert und das unter bereits erschwerenden Wachstums- wie Schrumpfungsbedingungen. Das Ergebnis, die real existierende Gestalt der Stadt, erscheint dabei mehr und mehr als zufälliges Nebenprodukt. Vor diesem Hintergrund gilt es, sich verstärkt mit den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen für die räumlich-baulich gestaltenden Professionen auseinanderzusetzen.
Heike Bartholomäus / Tanja Blankenburg / Katharina Fleischmann / Ilka Schiller / Lutz Wüllner (Hrsg.): Wie viel Gestaltung braucht Stadt?, 2009, 248 S., Regia Verlag Cottbus, ISBN 978-3869290201, 15,00 €
Arbeitskreis Stadterneuerung an deutschsprachigen Hochschulen (Hrsg.): „Megacities und Stadterneuerung - Jahrbuch Stadterneuerung 2009“
Das Jahrbuch Stadterneuerung 2009 widmet sich dem Schwerpunkt Stadterneuerung und Stadtumbau in den rasch wachsenden Metropolen des Südens. Die wachsende Wohnungsnot, Elendsviertelentwicklung, Verkehrschaos, Umweltprobleme und Klimaschutz erfordern ein Umdenken und verdeutlichen prekäre globale Abhängigkeiten für die „Erste Welt“. Neue „Bottom-up“-Strategien, Fragen der Steuerungsfähigkeit und nach dem Stellenwert von Governance-Strukturen ergeben sich mit aktueller Dringlichkeit vor dem Hintergrund wechselseitiger Abhängigkeiten und der Weltfinanzkrise, die besonders die Länder der „Dritten Welt“ und die Mega-Städte dort in einen gefährlichen Abwärtsstrudel reißt.
Arbeitskreis Stadterneuerung an deutschsprachigen Hochschulen / Institut für Stadt- und Regionalplanung der Technischen Universität Berlin / Uwe Altrock / Ronald Kunze / Elke Pahl-Weber / Ursula von Petz / Dirk Schubert (Hrsg.): Megacities und Stadterneuerung - Jahrbuch Stadterneuerung 2009, 2009, 343 S., ISBN 978-3-7983-2134-2, 19,80 €
BBR (Hrsg.): „Zukunft Planen: Kostengünstiges, klimagerechtes Bauen und Wohnen im Bestand“
Wettbewerbsbeiträge beschäftigen sich eher selten mit Baukosten, langfristigen wirtschaftlichen Perspektiven und Energieeffizienz. Genau dies war gefragt beim Ideenwettbewerb "Zukunft Planen - kostengünstiges und klimagerechtes Bauen und Wohnen im Bestand". An acht deutschen Standorten haben junge Architekturbüros Konzepte für unterschiedliche, in die Jahre gekommene Gebäude und Ensembles entwickelt, von der Gutsanlage bis zur Großwohnungssiedlung. Eine Handreichung für Architekten, private Bauherren und Kommunen, die sich grundlegende Fragen stellen: Wie können wir nachhaltiger planen und wie können wir unsere Ressourcen intelligenter nutzen?
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (Hrsg.): Zukunft planen: Kostengünstiges, klimagerechtes Bauen und Wohnen im Bestand, 2009, 94 S., Jovis Verlag, ISBN 978-3868590234, 16,80 €
Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung (Verf.) / BMVBS (Auftraggeber): Gutachten „Demografischer Wandel. Ein Politikvorschlag unter besonderer Berücksichtigung der Neuen Länder“
Das vom BMVBS in Auftrag gegebene Gutachten war und ist nicht gedacht als ein vom Ministerium akzeptierter Leitfaden für politische Handlungen, sondern als kritische wissenschaftliche Position zu Fragen, denen die Politik sich zu stellen hat. Zusammen mit den Positionen der Politik in Bund, Ländern und Gemeinden soll dies Ausgangspunkt sein für eine Debatte über das Instrumentarium, mit dem der demografische Wandel so gestaltet werden kann, dass das Gebot des Grundgesetzes nach gleichwertigen Lebensverhältnissen erfüllt wird. Das Gutachten steht als PDF-Download zur Verfügung.
Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung (Verf.) / Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (Auftraggeber): Demografischer Wandel. Ein Politikvorschlag unter besonderer Berücksichtigung der Neuen Länder, 2009, 64 S., kostenlos
Zölch / Mücke / Graf / Schilling: „Fit für den demografischen Wandel? Ergebnisse, Instrumente, Ansätze guter Praxis“
Das Buch vermittelt Forschungsergebnisse, Instrumente und Praxisbeispiele, um die Unternehmen zu unterstützen, sich für die Herausforderungen des demografischen Wandels vorzubereiten. Themen sind u.a.: Generationenwandel in der zweiten Lebenshälfte; Altersstrukturanalyse: Methoden und Vorgehen; Kennzahlenbasierte Selbstanalyse; Standortbestimmung und lebenszyklusorientierte Personalentwicklung; Alternsgerechte Führung: Qualifizierung von Vorgesetzten. Darüber hinaus werden europäische Programme und Forschungsergebnisse diskutiert und aus 15 Schweizer Unternehmen berichtet.
Martina Zölch / Anja Mücke / Anita Graf / Axel Schilling: Fit für den demografischen Wandel? Ergebnisse, Instrumente, Ansätze guter Praxis, 2009, 250 S., Haupt Verlag, ISBN 978-3258074931, 45,00 €
Hartwig (Hrsg.): „Sozialmonitoring - Steuerung des demografischen Wandels: Planung und Organisation“
Sozialer und demografischer Wandel sind in jeder Kommune und jedem Landkreis in Deutschland sichtbar. Die Lebenslagen der Bürger/innen verändern sich spürbar, das Gemeinwesen verändert sich. Damit der soziale Zusammenhalt nicht schwindet, sind Kommunalpolitik und -verwaltung gefordert. Sie müssen wissen, welche sozialen Probleme in welchem Ausmaß ihr Gemeinwesen heute und in der absehbaren Zukunft prägen (können), um heute Entscheidungen für morgen zu treffen. Praktiker der kommunalen Praxis im nationalen wie im internationalen Rahmen schildern, wie soziale Zukunftsgestaltung mittels eines Sozialmonitorings funktionieren kann. Der Band will durch wissenschaftlich begründete, aber praxisorientierte konzeptionelle Anregungen und anschauliche Beispiele aus kommunaler Praxis zum Mitmachen einladen.
Jürgen Hartwig (Hrsg.): Sozialmonitoring - Steuerung des demografischen Wandels: Planung und Organisation, 2009, 200 S., Lambertus-Verlag, ISBN 978-3784119250, 16,80 €
Bertelsmann Stiftung (Hrsg.) „Initiieren - Planen - Umsetzen: Handbuch kommunale Seniorenpolitik“
Für die kommunale Seniorenpolitik ergeben sich aus dem kulturellen, dem sozial-strukturellen und dem demographischen Wandel komplexe Planungs- und Handlungserfordernisse. Hier setzt das Projekt »Neues Altern in der Stadt« (NAIS) an, das von der Bertelsmann Stiftung in Kooperation mit Wissenschaftlern entwickelt und in den Pilotkommunen Altena, Bruchsal, Eschwege, Glauchau, Hamm und Stuhr erprobt wurde. Das Buch analysiert die Projektergebnisse und vermittelt praxisnah die Möglichkeiten und Chancen, die in diesem Handlungsfeld liegen. Umsetzungskonzepte unter anderem aus den Bereichen bürgerschaftliches Engagement, Gesundheitsförderung und Prävention, Seniorenwirtschaft, generationenübergreifende Konzepte, soziale Dienste und bedarfsgerechtes Wohnen bieten konkrete Hilfestellungen bei der Entwicklung einer demographisch verantwortungsvollen Kommunalpolitik.
Bertelsmann Stiftung (Hrsg.): Initiieren-Planen-Umsetzen: Handbuch kommunale Seniorenpolitik, 2009, 350 S., Bertelsmann Stiftung, ISBN 978-3867930246, 49,00 €
Naumann: „Neue Disparitäten durch Infrastruktur? Der Wandel der Wasserwirtschaft in ländlich-peripheren Räumen“
Der demografische Wandel stellt besonders ländlich-periphere Räume in Ostdeutschland vor große Herausforderungen. Die öffentliche Daseinsvorsorge ist zunehmend betroffen: stark rückläufige Bevölkerungszahlen und -dichten gefährden die wirtschaftliche und technische Tragfähigkeit der Wasserver- und Abwasserentsorgung in diesen Regionen. Zudem befindet sich die Wasserwirtschaft, wie technische Infrastrukturen insgesamt, in einem komplexen Transformationsprozess, der jedoch regional sehr unterschiedlich verläuft. Der Autor untersucht am Beispiel der Landkreise Uckermark und Uecker-Randow, wie sich Schrumpfungsprozesse auf die Ver- und Entsorgung in ländlich-peripheren Räumen auswirken und welche Probleme sich aus Unterauslastungen und steigenden Gebühren für die Entwicklung der Regionen ergeben.
Matthias Naumann: Neue Disparitäten durch Infrastruktur? Der Wandel der Wasserwirtschaft in ländlich-peripheren Räumen, Hochschulschriften zur Nachhaltigkeit Band 47, 2009, 210 S., oekom verlag, ISBN 978-3-86581-108-0, 39,90 €
Brake: „Mobilität im regenerativen Zeitalter (TELEPOLIS) - Was bewegt uns nach dem Öl?“
Der Abschied vom Öl rückt näher und mit ihm auch die Notwendigkeit, unsere bisherige Form von Mobilität weiterzuentwickeln. Welche Energie wird uns dann bewegen? Wie viel Mobilität wollen wir und vor allem welche? Notwendig ist ein schrittweiser Umbau, das Ziel ist eine Mobilität, die sich aus regenerativen Energien speist. Das Buch spürt dem bereits einsetzenden Wandel nach und untersucht seine Auswirkungen auf unsere Mobilität in der nahen Zukunft. Der Stand der Technik und ihre dynamische Fortentwicklung lassen erkennen, dass zurzeit die Basis für eine neue Ära gelegt wird. Neue Ansätze der Energiegewinnung, Verteilung und Nutzbarmachung werden auch gesellschaftliche Auswirkungen haben. Logistik, Arbeitszeitmodelle und Kooperationsformen werden sich ebenso weiterentwickeln wie die Konzeption des zukünftigen Städtebaus. Ein Blick auf die bereits auf dem Markt befindlichen Techniken, Fahrzeuge und Planungsinstrumente zeigt, dass das Zeitalter der regenerativen Mobilität bereits begonnen hat.
Matthias Brake: Mobilität im regenerativen Zeitalter (TELEPOLIS) - Was bewegt uns nach dem Öl?, 2009, 154 S., Heise Verlag, ISBN 978-3936931617, 16,00 €
Gensicke / Olk / Reim / Schmithals / Dienel: „Entwicklung der Zivilgesellschaft in Ostdeutschland“
Eine vertiefende Analyse der Daten der ersten beiden Wellen des Freiwilligensurveys (Ehrenamt, Freiwilligenarbeit und Bürgerschaftliches Engagement) präsentiert neue Erkenntnisse über die Besonderheiten der Umfeld- und Zugangsbedingungen der ostdeutschen Zivilgesellschaft. Darüber hinaus wird ein umfassender Überblick über die vorliegenden qualitativen Studien zu diesem Themenbereich gegeben. Durch die Zusammenschau west- und ostdeutscher Studien werden die jeweiligen Besonderheiten des Engagements herausgearbeitet. In den folgenden Kapiteln werden zunächst die hiermit verbundenen politischen Herausforderungen diskutiert und politische Handlungsempfehlungen zur Entwicklung der Zivilgesellschaft in Ostdeutschland vorgeschlagen. Abschließend werden die zentralen Ergebnisse einer Regionalstudie zu „partizipativen Kommunen“ in Ostdeutschland und den hier realisierten erfolgreichen Vernetzungsformen zwischen kommunaler Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft vorgestellt. Im Anhang findet sich ein umfangreicher Leitfaden, der von lokalen Akteuren als Arbeitshilfe bei der Entwicklung lokaler Strategien zur Entwicklung der Gesellschaft genutzt werden kann.
Thomas Gensicke / Thomas Olk / Daphne Reim / Jenny Schmithals / Hans-Liudger Dienel: Entwicklung der Zivilgesellschaft in Ostdeutschland. Quantitative und qualitative Befunde, 2009, 221 S., VS-Verlag, ISBN 978-3531167916, 29,90 €
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II. Neuigkeiten
DVD „Neuland - Ein Reisebericht durch die ostdeutsche Transformationslandschaft“ erhältlich
Der Dokumentarfilm über das Leben in schrumfenden Regionen Ostdeutschlands porträtiert 18 Menschen, die mit ihren außergewöhnlichen Projekten räumliches wie gesellschaftliches „Neuland“ betreten. Ergänzend zum Film finden sich drei Interview auf der DVD: mit Wolfgang Kil über den "Luxus der Leere", mit Katja Kipping über das "Bedingungslose Grundeinkommen" und mit Uwe Rada und Stephan Lanz über das Modell einer "Sonderwohlfahrtszone". Mehr Informationen zu Inhalt und Pressestimmen hier.
DVD Neuland - Ein Reisebericht durch die ostdeutsche Transformationslandschaft von Daniel Kunle und Holger Lauinger, D 2007, 74 min, 17,90 €
BMVBS (Hrsg.) „Stadtentwicklungsbericht 2008 der Bundesregierung: Neue urbane Lebens- und Handlungsräume“
In den Städten bündeln sich gesellschaftliche Probleme und Potenziale wie in einem Brennglas. Einerseits steht die Stadt für wirtschaftliche Dynamik, technische, ökologische, soziale und kulturelle Innovationen und Chancen. Auf der anderen Seite konzentrieren sich in Städten soziale Disparitäten und ökologische Probleme. Die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft ist eng mit der Entwicklung unserer Städte verbunden. Über die Ziele der Stadtentwicklung besteht weitgehender Konsens; es geht um sozialen Zusammenhalt, ökologische und ökonomische Tragfähigkeit sowie um baukulturelle Qualitäten. Nach Jahrzehnten der Suburbanisierung eröffnen sich gegenwärtig Chancen für eine erneute Orientierung auf urbane Räume und Lebensweisen. Der Bericht steht als PDF-Download zur Verfügung.
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (Hrsg.): Stadtentwicklungsbericht 2008 der Bundesregierung: Neue urbane Lebens- und Handlungsräume, 2009, 146 S., kostenlos
Friedrich-Ebert Stiftung (Hrsg.): Kurzstudie „Renaissance der Stadt - Durch eine veränderte Mobilität zu mehr Lebensqualität im städtischen Raum“
Das in den letzten Jahren wieder beobachtbare Interesse am Leben und Wohnen in der Stadt ebnet den Weg für eine energieeffiziente Stadt- und Verkehrspolitik mit einer höheren Lebensqualität für die Menschen. Die Gründe dafür liegen in der Wiederentdeckung innenstadtnaher Quartiere von Personen in allen Lebensphasen und in den veränderten Mobilitätsbedarfen dieser zugezogenen Menschen. Dies erfordert Anpassungen der Verkehrs- und Siedlungspolitik sowie ein hochwertiges und umfassendes Angebot des öffentlichen Verkehrs. Nur so können die Voraussetzungen für eine stärkere Rückwanderung in die Städte und für eine veränderte städtische Mobilität und damit für eine lebenswerte Stadt geschaffen werden. Die vorliegende Studie zeigt Handlungsansätze für die Politik anhand einer Reihe von Strategie- und Maßnahmenbündeln auf, die eine Renaissance der städtischen Lebensweise und der städtischen Mobilität ermöglichen. Von besonderer Bedeutung ist hierbei die Zusammenführung von Verkehrs- und Siedlungsplanung zu einer integrierten Stadtverkehrspolitik. Die Studie steht als PDF-Download zur Verfügung.
Friedrich-Ebert Stiftung (Hrsg.) / Grischa Bertram / Uwe Altrock (Bearb.): Kurzstudie Renaissance der Stadt - Durch eine veränderte Mobilität zu mehr Lebensqualität im städtischen Raum, Bonn 2009, 76 S., kostenlos
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III. Zusammenfassungen von Abschlussarbeiten:
Diplomarbeit: „Das ABC-Konzept zum Umgang mit schrumpfenden Siedlungen“
Auch in stark schrumpfenden Regionen gibt es zukunftsfähige Siedlungen. Das "ABC-Konzept" hilft, diese zu identifizieren und realistische Entwicklungsziele zu setzen. Es bietet drei abgestimmte Strategien der Einwohner- und Infrastruktur-Entwicklung: Als "A-Dörfer" werden Hauptorte konzentriert gefördert, in "B-Dörfern" wird eine Mindest-Infrastruktur gesichert. Wo dies nicht möglich ist, kann die kurz- oder langfristige Aufgabe von "C-Dörfern" eine Lösung für die Region sein.
Jessica Switala: Das ABC-Konzept zum Umgang mit schrumpfenden Siedlungen - Download Zusammenfassung
Die AG schrumpfende-stadt.de bietet eine Plattform zur Veröffentlichung von Abstracts von Abschlussarbeiten (Masterarbeit, Diplomarbeit, Dissertation etc.) an. Interessierte können eine PDF-Datei an die Redaktion schicken, welche dann im darauffolgenden Newsletter mit Downloadmöglichkeit und Kurzbeschreibung des Themas veröffentlicht wird. Die Redaktionen wollen damit dem wissenschaftlichen Nachwuchs die Möglichkeit geben, ihre Abschlussarbeiten einer breiten interessierten Leserschaft zugänglich zu machen. Die für eine Veröffentlichung im Newsletter Schrumpfende Stadt / Stadtumbau Ost zu berücksichtigenden formalen Anforderungen finden Sie hier.
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IV. Veranstaltungstermine & Redaktionelle Hinweise:
Aktuelle Veranstaltungstermine finden Sie u.a. bei der Terminübersicht der Internetseite http://www.stadtumbau-ost.info
Mitwirkung Newsletter Nr. 42
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Die Redaktion des Newsletters Schrumpfende Stadt / Stadtumbau Ost.
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Die Herausgabe des Newsletters Schrumpfende Stadt / Stadtumbau Ost wird unterstützt durch die Schader-Stiftung.
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