Newsletter Schrumpfende Stadt / Stadtumbau Ost Nr. 37
(November / Dezember 2008)
herausgegeben von den Redaktionen der Websites schrumpfende-stadt.de und stadtumbau-ost.de - mit Unterstützung der ![]()
Redaktion Newsletter 37:
Anne Brandl & Benno Brandstetter
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Inhalt
I. Ausgewählte neue Veröffentlichungen
- Lampen / Owzar (Hrsg.): „Schrumpfende Städte: Ein Phänomen zwischen Antike und Moderne“
- Heinz: „Der große Umbruch. Deutsche Städte und Globalisierung“
- BBR (Hrsg.): „Wo steht das Ruhrgebiet?“ - IzR 9/10.2008
- Lampugnani / Frey / Perotti (Hrsg.): „Anthologie zum Städtebau 1 - Von der Stadt der Aufklärung zur Metropole des industriellen Zeitalters“
- Krasny / Nierhaus (Hrsg.): „Urbanografien: Stadtforschung in Kunst, Architektur und Theorie“
- Steets: „Wir sind die Stadt!": Kulturelle Netzwerke und die Konstitution städtischer Räume in Leipzig“
- Brandt / Meier (Hrsg.): „Stadtbild und Denkmalpflege“
- Yildiz / Mattausch (Hrsg.): „Urban Recycling - Migration als Großstadt-Ressource“
- Wüstenrot Stiftung (Hrsg.): „Stadtsurfer, Quartierfans & Co. Stadtkonstruktionen Jugendlicher und das Netz urbaner öffentlicher Räume“
- Bertelsmann Stiftung (Hrsg.): „Eine Stadt für uns alle - Handbuch zur Entwicklung kommunaler Strukturen für die Jugendbeteiligung“
- Maretzke (Hrsg.): „Städte im demografischen Wandel - Wesentliche Strukturen und Trends des demografischen Wandels in den Städten Deutschlands“
- Sächsisches Staatsministerium des Innern (Hrsg.): „Materialien zum Umgang mit dem demographischen Wandel in sächsischen Kommunen“
- Kreuzer / Reicher / Scholz (Hrsg.): „Zukunft Alter“
- Bogedan / Müller-Schoell / Ziegler (Hrsg.): „Demografischer Wandel als Chance - Erneuerung gesellschaftlicher Solidaritätsbeziehungen?“
- Bertelsmann Stiftung / Hans-Böckler-Stiftung / INQA (Hrsg.): „Fit für den demographischen Wandel - Unternehmen mit regionalen Netzwerken besser unterstützen“
II. Neuigkeiten
- Institut für demografische Zukunftsfähigkeit: Demografie-Preis für Nachwuchswissenschaftler
- Gründungsstifter für die Errichtung der „Leipziger Denkmalstiftung“
III. Termine und Veranstaltungen
IV. Zusammenfassungen von Abschlussarbeiten
- Dissertation: „Wanderungsdynamik in einer schrumpfenden Stadt“
- Dissertation: „Dichte und Schrumpfung“
- Dissertation: „Verfügungsrechte im Stadtumbau - Handlungsmuster und Steuerungsinstrumente in Altbauquartieren“
V. Redaktionelle Hinweise
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I. Ausgewählte neue Veröffentlichungen:
1. Lampen / Owzar (Hrsg.): „Schrumpfende Städte: Ein Phänomen zwischen Antike und Moderne“
Bis in die 1970er-Jahre waren stadtplanerische Konzepte fast ausnahmslos auf an Einwohnerzahl und Nutzungsfläche wachsende Städte ausgerichtet. Im Gegensatz dazu zeigte sich in allen Industrienationen aber bereits ab den 1950er-Jahren, dass Schrumpfung ebenso wie Wachstum ein Phänomen urbaner Entwicklung ist. Der vorliegende Band bietet Beispiele von der Antike über das Mittelalter bis zur Gegenwart und regt an, schrumpfende Städte nicht nur als katastrophale Entwicklung wahrzunehmen, sondern auch die darin liegenden Potenziale und Chancen zu erkennen.
Angelika Lampen / Armin Owzar (Hrsg.): Schrumpfende Städte: Ein Phänomen zwischen Antike und Moderne, 352 S., Böhlau Verlag, ISBN: 978-3412202170, 44,90 €
2. Heinz: „Der große Umbruch. Deutsche Städte und Globalisierung“
Der gegenwärtige Prozess der Globalisierung ist durch fortschreitende Liberalisierung, Deregulierung und Privatisierung gekennzeichnet und zielt auf die Erschließung neuer Märkte, Räume und Profitquellen. Er geht einher mit einer tief greifenden, immer weitere Bereiche erfassenden Transformation, von der auch die deutschen Städte und Gemeinden und ihre Strukturen betroffen sind – positiv wie negativ, mittel- wie unmittelbar.
Wie sehen diese strukturellen Veränderungen ungeachtet aller Unterschiede zwischen den Kommunen aus? Mit welchen Strategien und Maßnahmen wird ihnen seitens der Städte begegnet? Welche Lücken werden bei einer Gegenüberstellung globalisierungsbedingter Herausforderungen und kommunaler Politiken sichtbar? Welche Forderungen werden zur Schließung dieser Lücken erhoben? Weitere Informationen hier.
Werner Heinz: Der große Umbruch. Deutsche Städte und Globalisierung, Edition Difu Stadt Forschung Praxis - Band 6, 2008, 360 S., ISBN: 978-3-88118-456-4, 38,00 €
3. BBR (Hrsg.): „Wo steht das Ruhrgebiet?“ - IzR 9/10.2008
Der inzwischen blaue Himmel über dem Ruhrgebiet kann nicht verdecken, dass diese Region immer noch vor gewichtigen Problemen und Umstrukturierungsaufgaben steht. Weiterhin gibt es Nachholbedarf, besonders was Wachstumssektoren und gesicherte Arbeitsplätze angeht. In den Städten häufen sich mehr soziale Probleme als anderswo, und noch immer harren immense Gewerbebrachen einer neuen Nutzung. Gleichzeitig leiden fast alle Kommunen an akuter Finanznot und steht die Zusammenarbeit der Ruhrgebietsstädte - die geeinigte Metropolregion Ruhrgebiet - dennoch erst am Anfang. Informationen zum Inhalt hier. Bestellmöglichkeit hier.
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) (Hrsg.): Wo steht das Ruhrgebiet?, Informationen zur Raumentwicklung - Heft 9/10.2008, ISSN: 0303-2493, 12,00 € zzgl. Versand
4. Lampugnani / Frey / Perotti (Hrsg.): „Anthologie zum Städtebau 1 - Von der Stadt der Aufklärung zur Metropole des industriellen Zeitalters“
Die auf drei Bände angelegte Anthologie zum Städtebau ist eine thematisch und chronologisch gegliederte Textsammlung, die eine differenzierte Geschichte der Städtebautheorie nachzeichnet. Die in der Originalsprache als Erstausgabe vorgelegten Texte sind mit ergänzenden Kommentaren zur Editionsgeschichte versehen. Der vorliegende Band versammelt Texte aus den frühen Jahren der Aufklärung bis hin zur Zeit der fortgeschrittenen Debatten zur industrialisierten Stadt des 19. Jahrhunderts. Sie dokumentieren den Beginn der Auseinandersetzung mit Gestalt und Organisation der modernen Stadt, ein Prozess, der mit der Formierung der bürgerlichen Gesellschaft zusammenfällt und der Institutionalisierung des Städtebaus als eigenständige Disziplin den Weg bereitet.
Vittorio Magnago Lampugnani / Katia Frey / Eliana Perotti (Hrsg.): Anthologie zum Städtebau 1 - Von der Stadt der Aufklärung zur Metropole des industriellen Zeitalters, 1100 S., Gebrüder Mann Verlag, ISBN: 978-3786125228, 125,00 €
5. Krasny / Nierhaus (Hrsg.): „Urbanografien: Stadtforschung in Kunst, Architektur und Theorie“
Welchen strukturellen Veränderungen unterliegen urbane Räume heute? Alltagserleben, Planungsprozesse, Bild- und Raumproduktion sowie Aneignungsstrategien durch Kunst erzeugen die Stadt als vielfältigen Raum und führen häufig zu radikalen Veränderungen. Im Band enthalten sind neben Beobachtungen zu Interventions- und Handlungsmöglichkeiten auch Gentrifizierungsprozesse in Stadtvierteln.
Elke Krasny / Irene Nierhaus (Hrsg.): Urbanografien: Stadtforschung in Kunst, Architektur und Theorie, 2008, 200 S., Reimer Verlag, ISBN: 978-3496013945, 39,00 €
6. Steets: „Wir sind die Stadt!": Kulturelle Netzwerke und die Konstitution städtischer Räume in Leipzig“
Hinter dem Begriff „Creative Industries“ verbergen sich die Initiatoren von lokalen Filmprojekten, die Betreiber von Clubs oder auch freie Architektinnen, Autorinnen und Künstlerinnen. Sie haben einen wichtigen Anteil an der Kultur einer Stadt. Die Autorin untersucht den Einfluss dieser Gruppe von Kulturschaffenden auf das Selbstbild von Leipzig und gelangt zu dem Ergebnis, dass Leipzig nach 1989 der kollektiven Fantasie unterlag, eine Stadt der schlummernden Potenziale zu sein. Sie zeigt am Umgang mit den Bauwerken der ostdeutschen Moderne die Konflikte von Erinnerung auf städtischer Ebene auf.
Silke Steets: "Wir sind die Stadt!": Kulturelle Netzwerke und die Konstitution städtischer Räume in Leipzig, 2008, 300 S., Campus Verlag, ISBN: 978-3593387673, 34,90 €
7. Brandt / Meier (Hrsg.): „Stadtbild und Denkmalpflege“
Stadtbilder sind gegenwärtig aktuell, vor allem, wenn es um Städtebau und Stadtentwicklung geht. Im Zeichen einer fächerübergreifenden Bildwissenschaft sind sie Gegenstand der Reflexion über ikonische Erkenntnismodelle jener Disziplinen geworden, die sich alltäglich mit der materiellen Stadt beschäftigen. Die Beiträge gehen ausführlich der Frage nach Genese, Produktion und Medialität von Stadtbildern nach, untersuchen deren Funktion und deren Verführungskraft und hinterfragen damit auch die dadurch generierten oder artikulierten Wünsche.
Sigrid Brandt / Hans-Rudolf Meier (Hrsg.): Stadtbild und Denkmalpflege: Konstruktion und Rezeption von Bildern der Stadt, Schriftenreihe Stadtentwicklung und Denkmalpflege - Band 11, 2008, 304 S., Jovis Verlag, ISBN: 978-3939633730, 29,80 €
8. Yildiz / Mattausch (Hrsg.): „Urban Recycling - Migration als Großstadt-Ressource“
Von Arbeitsmigranten bewohnte Stadtquartiere gelten als Ghettos oder werden mit dem Stichwort „Parallelgesellschaft" etikettiert: negative Zuschreibungen, die dafür sorgen, dass die Bewohner solcher Quartiere oft genug ins gesellschaftliche Abseits gedrängt werden. In der kritischen Migrationsforschung wird seit Jahren ein entschiedener Perspektivenwechsel gefordert: Der historisch konstitutive Zusammenhang von Migration und Urbanisierung und damit der Beitrag von Migranten für die Entwicklung und Modernisierung von Stadtquartieren muss endlich zur Kenntnis genommen werden.
Urban Recycling bietet erfahrungsgestützte Einblicke in die soziale Praxis vor Ort und thematisiert bisher vernachlässigte Alltagswirklichkeiten – anhand von Quartieren in Berlin, Köln, Dortmund, Amsterdam, Marseille sowie New York und Toronto.
Erol Yildiz / Birgit Mattausch (Hrsg.): Urban Recycling - Migration als Großstadt-Ressource, Reihe Bauwelt-Fundamente, 2008, 175 S., Birkhäuser Verlag, ISBN: 978-3764388041, 19,90 €
9. Wüstenrot Stiftung (Hrsg.): „Stadtsurfer, Quartierfans & Co. Stadtkonstruktionen Jugendlicher und das Netz urbaner öffentlicher Räume“
Wie nutzen Jugendliche heute ihre Stadt? Wie nutzen sie urbanen Raum, welche Städte konstruieren Jugendliche für sich? Viel zu wenig ist bekannt, welche Qualitäten einerseits und welche Defizite und Restriktionen andererseits Jugendliche in den öffentlichen Stadträumen vorfinden. Ein Forschungsprojekt der Wüstenrot Stiftung ging diesen Fragen in einem interdisziplinären Team aus Landschaftsarchitektur, Architektur, Städtebau und Soziologie nach. Mit neuen Herangehensweisen zeigt das Projekt vor allem, welche eigenen Impulse Jugendliche für eine Stadtentwicklungspraxis liefern können, die ihre Bedürfnisse besser erkennen und berücksichtigen kann.
Wüstenrot Stiftung (Hrsg.): Stadtsurfer, Quartierfans & Co. Stadtkonstruktionen Jugendlicher und das Netz urbaner öffentlicher Räume, 2008, 208 S., Jovis Verlag, ISBN: 978-3-939633-65-5, 32,00 €
10. Bertelsmann Stiftung (Hrsg.): „Eine Stadt für uns alle - Handbuch zur Entwicklung kommunaler Strukturen für die Jugendbeteiligung“
Um das gesellschaftliche Engagement junger Menschen zu fördern, bedarf es einer Gesamtkonzeption. Ihre Planung und Umsetzung funktioniert nur, wenn alle Akteure an einem Strang ziehen: die Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung, die Praktiker aus Schulen sowie Bildungs- und Freizeiteinrichtungen, aber auch die Kinder und Jugendlichen selbst. Für die Entwicklung von Erfolg versprechenden Beteiligungsstrategien bietet die Publikation interessante Fallbeispiele und Praxistipps sowie übersichtliche Checklisten und verlässliche Planungshilfen auf der beiliegenden CD-ROM.
Bertelsmann Stiftung (Hrsg.): Eine Stadt für uns alle - Handbuch zur Entwicklung kommunaler Strukturen für die Jugendbeteiligung, 2008, 188 S., Verlag Bertelsmann Stiftung; ISBN: 978-3892049869, 25,00 €
11. Maretzke (Hrsg.): „Städte im demografischen Wandel - Wesentliche Strukturen und Trends des demografischen Wandels in den Städten Deutschlands“
Der Band enthält Ergebnisse von Forschungsvorhaben die auf einer Tagung im Dezember 2007 präsentiert wurden, mit dem Ziel ein realistischeres Bild über die demographische Entwicklung zu erhalten und die Vielfalt städtischer Entwicklungen zwischen Suburbanisierung und Reurbanisierung herauszuarbeiten. Kostenloser Download hier.
Steffen Maretzke (Hrsg.): Städte im demografischen Wandel - Wesentliche Strukturen und Trends des demografischen Wandels in den Städten Deutschlands, Materialien für Bevölkerungswissenschaft – Heft 125, 2008, 122.S., Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, ISSN: 0178-918X
12. Sächsisches Staatsministerium des Innern (Hrsg.): „Materialien zum Umgang mit dem demographischen Wandel in sächsischen Kommunen“
In der Veröffentlichung werden die wesentlichen Zusammenhänge und Wirkungen des demographischen Wandels kurz dargestellt, um dann handbuchartig auf die konzeptionellen Lösungsmöglichkeiten für die einzelnen Bereiche einzugehen. Dazu werden jeweils die Probleme und der daraus hervorgehende Handlungsdruck kurz beschrieben und danach die konzeptionellen Möglichkeiten erläutert. Die Ausführungen stützen sich auf Erkenntnisse aus der breiten Fachdiskussion und der Praxis in diesem Themenfeld, wobei - soweit dafür geeignete Projekte vorliegen - Beispiele aus Sachsen zur Veranschaulichung verwendet werden. Kostenlose Bestellmöglichkeit hier.
Sächsisches Staatsministerium des Innern (Hrsg.) / Prof. Rainer Winkel (Bearb.): Materialien zum Umgang mit dem demographischen Wandel in sächsischen Kommunen, 2008, 104 S., kostenlos
13. Kreuzer / Reicher / Scholz (Hrsg.): „Zukunft Alter“
Der Planung und Entwicklung altersgerechter Städte und Quartiere kommt eine zentrale Rolle zu, da diese die Führung eines selbständigen, selbstbestimmten und persönlich zufrieden stellenden Lebens im Alter maßgeblich beeinflussen. Dieser Herausforderung durch die demografische Alterung widmet sich die vorliegende Publikation mit Beiträgen aus Wissenschaft und Praxis. Die ersten beiden Teile des Bandes diskutieren die Herausforderungen für die Stadtentwicklung durch die demographische Alterung sowie die Grundlagen einer altersgerechten Stadt- und Quartiersentwicklung. Im dritten Abschnitt des Bandes werden auf unterschiedlichen räumlichen Ebenen, vom Quartier bis zur Stadtregion, Praxisbeispiele zum altersgerechten Planen vorgestellt. Abschließend erörtern Studien die Voraussetzungen und mögliche Handlungsansätze altersgerechter Stadt- und Quartiersentwicklung in unterschiedlichen Raumtypen.
Volker Kreuzer / Christa Reicher / Tobias Scholz (Hrsg.): Zukunft Alter. Stadtplanerische Handlungsansätze zur altersgerechten Quartiersentwicklung, 2008, 316 S., Dortmunder Beiträge zur Raumplanung, Blaue Reihe - Heft 130, ISBN: 978-3-88211-166-8, 24,50 €
14. Bogedan / Müller-Schoell / Ziegler (Hrsg.): „Demografischer Wandel als Chance - Erneuerung gesellschaftlicher Solidaritätsbeziehungen?“
Die Beiträge des Bandes zeigen Chancen des demografischen Wandels auf, die es zu erkennen und zu nutzen gilt, um eine schrumpfende und alternde Gesellschaft solidarisch zu erneuern.
Claudia Bogedan / Till Müller-Schoell / Astrid Ziegler (Hrsg.): Demografischer Wandel als Chance - Erneuerung gesellschaftlicher Solidaritätsbeziehungen?, 2008, 192 S., Verlag Vsa, ISBN: 978-3899653281, 14,80 €
15. Bertelsmann Stiftung / Hans-Böckler-Stiftung / INQA (Hrsg.): „Fit für den demographischen Wandel - Unternehmen mit regionalen Netzwerken besser unterstützen“
Die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen ist aufgrund des demographischen Wandels von einer leistungsfähigen älteren Belegschaft abhängig. Vor allem kleinen und mittelständischen Betrieben muss mit Know-how und Beratung geholfen werden, damit sie die Gesundheit ihrer Belegschaft langfristig erhalten. Daher sollten regionale Stellen Unterstützungsstrukturen für kleinere Unternehmen schaffen. Ein wichtiger Schritt ist die Einrichtung regionaler Netzwerke. Der Leitfaden stellt die Ergebnisse einer dreijährigen Begleitung des Aufbaus regionaler Netzwerke vor, gibt Empfehlungen, welche Faktoren beachtet werden sollten und bietet den Netzwerken eine Auswahl an Beratungsangeboten für die Betriebe.
Bertelsmann Stiftung / Hans-Böckler-Stiftung / Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) (Hrsg.): Fit für den demographischen Wandel - Unternehmen mit regionalen Netzwerken besser unterstützen, 2008, 212 S., Verlag Bertelsmann Stiftung, ISBN: 978-3892049357, 32,00 €
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II. Neuigkeiten
1. Institut für demografische Zukunftsfähigkeit: Demografie-Preis für Nachwuchswissenschaftler
Mit dem international ausgeschriebenen Demografie-Preis möchte das Institut für demografische Zukunftsfähigkeit (idz) die gesellschaftliche Diskussion über den demographischen Wandel und dessen Herausforderungen fördern, ihr eine wissenschaftliche Grundlage verleihen und damit den Entscheidungsträgern mögliche Handlungsalternativen aufzeigen. Das Thema des mit 10.000 Euro dotierten Preises lautet: „Wie können Chancen für junge Menschen in schrumpfenden Regionen aktiviert werden?“ Die in den Einsendungen präsentierten Konzepte sollten praxisrelevant, innovativ, zivilgesellschaftlich orientiert und vervielfältigbar sein. Die Ausschreibung des Preises richtet sich in erster Linie an junge Wissenschaftler (Studierende, Doktoranden und Nachwuchswissenschaftler bis 35 Jahre). Die Einsendung von Teamarbeiten ist möglich und erwünscht. Einsendungen sind dabei sowohl in deutscher als auch englischer Sprache möglich. Einsendeschluss ist der 01.09.2009. Die kompletten Ausschreibungsunterlagen können unter info@demografie.net angefordert werden. Weiterführende Informationen hier.
2. Gründungsstifter für die Errichtung der „Leipziger Denkmalstiftung“
Vor dem Hintergrund des drohenden Verlustes von ca. 2.000 Baudenkmalen in Leipzig, ca. 10.000 Baudenkmalen in Sachsen und weiteren tausenden Baudenkmalen in der gesamten mitteldeutschen Region ist die Gründung einer eigenständigen, gemeinnützigen Bürgerstiftung geplant. Ziel der Stiftung ist der aktive Einsatz für den Erhalt dieser Denkmale. Dabei geht es um den Erhalt von deren Schönheit sowie der Geschichte und Zukunftsfähigkeit Leipzigs und der Region. Weitere Informationen hier.
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III. Termine und Veranstaltungen:
Aktuelle Termine und Veranstaltungen finden Sie bei der Terminübersicht der Internetseite http://www.stadtumbau-ost.info
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IV. Zusammenfassungen von Abschlussarbeiten:
1. Dissertation: „Wanderungsdynamik in einer schrumpfenden Stadt“
In der Dissertation werden innerstädtische Umzüge unter Schrumpfungsbedingungen untersucht. Im Mittelpunkt der qualitativen Fallstudie stehen die Wanderungsentscheidungen von Haushalten, das Zusammenspiel des Handelns von Anbietern und Nachfragern auf dem Wohnungsmarkt und die wahrgenommenen sozialräumlichen Konsequenzen dieser Umzüge.
Stefanie Föbker: Wanderungsdynamik in einer schrumpfenden Stadt – eine qualitative Untersuchung innerstädtischer Umzüge - Download Zusammenfassung
2. Dissertation: „Dichte und Schrumpfung“
Die Dissertation beschäftigt sich mit der Frage der "angemessenen Dichte" in schrumpfenden Städten Ostdeutschlands. Im Schwerpunkt der Betrachtung steht die Ermittlung von Zielkorridoren minimaler Dichten aus Sicht der stadttechnischen Infrastruktur (Trinkwasser, Abwasser, Fernwärme), die anhand zahlreicher Modellrechnungen erfolgt. Gespiegelt werden diese Kriterien mit solchen aus Sicht anderer stadtplanerischer Handlungsfelder wie Verkehr, soziale Infrastruktur, Freiraumversorgung und Wohnungsnachfrage.
Christiane Westphal: Dichte und Schrumpfung. Kriterien zur Bestimmung angemessener Dichten in Wohnquartieren schrumpfender Städte aus Sicht der stadttechnischen Infrastruktur - Download Zusammenfassung
3. Dissertation: „Verfügungsrechte im Stadtumbau - Handlungsmuster und Steuerungsinstrumente in Altbauquartieren“
In schrumpfenden Städten liefert der Immobilienmarkt kaum noch Impulse, aber auch staatliche Programme und kommunale Pläne finden im Altbau keine handlungsfähigen Adressaten. Die Neue Institutionenökonomik eröffnet einen neuen theoretischen Zugang zum Stadtumbau. Eine Fallstudie zeigt, wie Mieter, Hauseigentümer und Banken mit ihren Verfügungsrechten umgehen und welche Rolle Agenten wie Makler, Hausverwalter und Anlagevermittler dabei einnehmen. Die systematische Analyse der Handlungsmuster und Blockaden führt zu alternativen Steuerungsoptionen.
Bertram Schiffers: Verfügungsrechte im Stadtumbau - Handlungsmuster und Steuerungsinstrumente in Altbauquartieren - Download Zusammenfassung
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V. Redaktionelle Hinweise:
Mitwirkung Newsletter Nr. 38
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Ihr Team von schrumpfende-stadt.de und stadtumbau-ost.de.
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