Newsletter Schrumpfende Stadt / Stadtumbau Ost Nr. 20, Januar / Februar 2006
Hiermit erhalten Sie die zwanzigste Ausgabe unseres Newsletters "Schrumpfende Stadt/ Stadtumbau Ost". Dieser Newsletter wird von den Redaktionen der Websites schrumpfende-stadt.de und stadtumbau-ost.de mit Unterstützung der Schader-Stiftung herausgegeben.
Redaktion Newsletter #20:
Benno Brandstetter & Anne Pfeifer
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Inhalt
I. Beiträge im Online-Magazin Städte im Umbruch - Ausgabe 3/2005
- Brandstetter / Haller / Lang / Pfeifer: Vier Jahre Programm Stadtumbau Ost. Kurzfristige förderpolitische Intervention oder langfristig stabilisierender Stadtentwicklungsprozess?
- Liebmann: Wann ist der Stadtumbau Ost erfolgreich?
- Kuder: Problemgebiete ostdeutscher Stadtentwicklung. Beobachtung aus der Begleitung des städtebaulichen Denkmalschutzes
- Haubold: Stadtumbau aus gesamtstädtischer Perspektive. Zwischenbilanz / Resümee nach vier Jahren
- Kaufmann: Die Mariannenstraße ist sehr schön geworden. Stadtumbau und Beteiligung im Programmgebiet „Leipziger Osten“
- Stillger: Sonderfall Stadtumbau GmbH Chemnitz. Reaktionen der Wohnungswirtschaft aus Sicht der Stadt Chemnitz
- Köppen: Zurück in die Stadt oder Schrumpfung überall? Reurbanisierung und Schrumpfung in ostdeutschen Städten
- Kalcher / Schamun: SeeStadt Senftenberg – Ergebnisse eines studentischen Entwurfsstudios
- außerdem Rezensionen von „Schrumpfende Städte“ und „Die anderen Städte“
II. Ausgewählte neue Veröffentlichungen
- Gestring / Glasauer / Hannemann / Petrowsky / Pohlan (Hrsg.): Jahrbuch StadtRegion 2004/05 „Schrumpfende Städte“
- Jansen / Priddat / Stehr (Hrsg.): „Demographie – Bewegungen einer Gesellschaft im Ruhestand“
- Dienel (Hrsg.): „Abwanderung, Geburtenrückgang und regionale Entwicklung"
- Oswalt (Hrsg.): „Schrumpfende Städte. Handlungskonzepte“, Band 2
- Sieverts / Koch / Stein / Steinbusch (Hrsg.): „Zwischenstadt – inzwischen Stadt? - Entdecken, Begreifen, Verändern"
- Rohr-Zänker/Schleifnecker: „Perspektiven der Wohnungsnachfrage. Berichte zu den Wohnungsmärkten in Niedersachsen“
- Preuß / Barczewski / Schrenk / Weber (Hrsg.): „Nachhaltige Nutzung und Revitalisierung von Brachflächen“
- Zeitschrift Die alte Stadt: Stadtumbau, Heft 4/2005
- Zeitschrift RaumPlanung: Schwerpunkt Wohnungsmarkt, Heft 122
- Zeitschrift Forum Wohneigentum: „Bürgerorientierte Kommunikation / Teilhabe an Stadtentwicklung und Wohnungspolitik", Ausgabe 6/2005
- Moritz / Schmidt-Wenzel / Sperber: „Neue Anforderungen an Beteiligungsprozesse bei der Wiederaufwertung schrumpfender Städte"
III. Neuigkeiten
- BBR: Forschungsprojekt „Strategien der Landes- und Regionalplanung zur Bewältigung des demographischen Wandels“
- BBR: Forschungsprojekt „Regionale und kommunale Strategien zur Aktivierung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Potenziale einer alternden Gesellschaft“
- BBR: Gutachten "Kommunale Planungspraxis quo vadis?"
- Forschungsagentur Stadtumbau West: Bericht zur 6.Projektwerkstatt
- Land Brandenburg: Internet-Plattform „Demografischer Wandel in Brandenburg“
- ILS (Hrsg.): "Demografischer Wandel - Konsequenzen für die kulturelle Infrastruktur"
- Mitspieler und Unterstützer für das Stadtspiel „alles Dresden“ gesucht
IV. Termine und Veranstaltungen
V. Zusammenfassungen von Abschlussarbeiten
- Diplomarbeit: „Stadt bestellt Brache – Die Stadt als Initiator von Zwischennutzung?“
- Diplomarbeit: „Voneinander lernen – citizen empowerment“
- Diplomarbeit: „Infrastruktur in Schrumpfenden Städten“ - korrigierter Link
VI. Redaktionelle Hinweise
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I. Beiträge im Online-Magazin Städte im Umbruch - Ausgabe 3/2005
Die dritte Ausgabe von „Städte im Umbruch – Das Online-Magazin für Stadtentwicklung, Stadtschrumpfung, Stadtumbau und Regenerierung“ ist erschienen. Der Themenschwerpunkt „Stadtumbau in der Praxis“ reflektiert vor dem Hintergrund der Halbzeit des Programms „Stadtumbau Ost“ Erfahrungen und Erkenntnisse des die Stadtentwicklung in Ostdeutschland inzwischen maßgeblich bestimmenden Förderprogramms. Sechs Beiträge aus Theorie und Praxis geben einen Überblick über die Erfolge und Hemmnisse im Umgang mit dem Stadtumbau Ost, zeigen u.a. blinde Flecken in der Förderung auf oder hinterfragen die Bewertungskriterien für die Beurteilung des Programms.
Benno Brandstetter, Christoph Haller, Thilo Lang und Anne Pfeifer resümieren als Herausgeber dieser aktuellen Ausgabe vier Jahre Förderprogramm Stadtumbau Ost und hinterfragen, inwiefern es sich lediglich um eine kurzfristige förderpolitische Intervention oder um einen langfristig stabilisierenden Stadtentwicklungsprozess handelt. Ihre nicht repräsentative Umfrage unter ausgewählten Fachleuten, die aus verschiedenen Blickwinkeln den Stadtumbauprozess begleiten, skizziert ein ambivalentes Bild. Heike Liebmann zeigt in ihrem Beitrag auf, dass die Diskussion darüber, was im Stadtumbauprozess als Erfolg gelten kann, noch an ihrem Anfang steht. Quantitative Kriterien wie z.B. die Abrisszahlen dominieren das öffentliche Bewusstsein. Doch nicht der Wohnungsabriss führt zu einem motivierenden Zukunftsbild sondern ein Stadtbild, mit dem sich die Bewohner identifizieren können. Der Beitrag von Thomas Kuder weist am Beispiel der historischen Altstadtränder und gründerzeitlich geprägten Vorstädte auf „blinde Flecken“ in der Fördermittelpolitik und der stadträumlichen Prioritätensetzung hin. Aus der Sicht des Quartiersmanagement beschreibt Andreas Kaufmann die Stadtumbaupraxis. Am Beispiel des Leipziger Ostens zeigt er auf, dass eine erfolgreiche Umsetzung des Stadtumbaus nur gelingen kann, wenn auf verschiedenen Ebenen - der Information, Beteiligung und Kooperation - Maßnahmen initiiert werden. Die Erfahrungen der kommunalen Stadtplanungspraxis mit der Umsetzung des Förderprogramms bilanziert Gabriele Haubold am Beispiel Eisenhüttenstadts. Planungsoptimismus, Kreativität oder gar Visionen lassen sich nur bedingt aufrechterhalten, angesichts begrenzter Finanzierungsmöglichkeiten, welche in erster Linie Maßnahmen und Geschwindigkeiten des Stadtumbaus bestimmen. Grit Stillger berichtet am Beispiel der Stadtumbau GmbH Chemnitz, welche Möglichkeiten das Programm aus wohnungswirtschaftlicher Perspektive bietet. Der Beitrag verdeutlicht den schmalen Grad zwischen der Vertretung wirtschaftlicher Eigeninteressen und stadtentwicklungspolitischer Verantwortung.
Die Beiträge im Forum beschäftigen sich ebenfalls mit aktuellen Stadtentwicklungsfragen. Bernhard Köppen nimmt jüngste Umfrageergebnisse, welche erste Reurbanisierungstendenzen konstatieren, zum Anlass, die demographischen Entwicklungen und Stadt-Umland-Wanderungen im Kontext ostdeutscher Schrumpfungsprozesse genauer zu untersuchen. Sandra Kalcher und Katrin Schamun dokumentieren Ergebnisse eines studentischen Entwurfsstudios für die Stadt Senftenberg im Rahmen der IBA Fürst-Pückler-Land. Außerdem finden sich im Forumteil dieses Magazins Rezensionen zum Thema Schrumpfung.
Alle Beiträge können hier als html-Dateien abgerufen werden - außerdem steht eine PDF-Vollversion der Ausgabe zum Download zur Verfügung.
Die Ausgabe 4/2006 wird den Schwerpunkt „Urban Governance und Steuerungsformen (in) der Stadtentwicklung" haben. Wenn Sie einen Beitrag oder eine Publikation zur Rezension einreichen möchten, setzen Sie sich bitte mit der Redaktion in Verbindung.
II. Ausgewählte neue Veröffentlichungen:
1. Gestring / Glasauer / Hannemann / Petrowsky / Pohlan (Hrsg.): Jahrbuch StadtRegion 2004/05 „Schrumpfende Städte“
Das aktuelle Jahrbuch StadtRegion befasst sich mit dem Schwerpunkt Schrumpfender Städte. Es werden Facetten von städtischen Schrumpfungsprozessen behandelt, die bisher wenig oder gar nicht in der Debatte thematisiert wurden. Dazu gehören: Kommunalfinanzen in schrumpfenden Städten, Schrumpfungsprozesse in der Geschichte deutscher Städte, städtische und regionale Schrumpfungsprozesse in Nordamerika sowie Restriktionen bzw. Perspektiven von Stadtpolitik unter Schrumpfungsbedingungen. Mit einem Editorial von Christine Hannemann und Beiträgen u.a. von Jörg Pohlan / Jürgen Wixforth, Carsten Benke, Birgit Glock, Bettina Schlomka und Karina Pallagst / Thorsten Wiechmann.
Norbert Gestring / Herbert Glasauer / Christine Hannemann / Werner Petrowsky / Jörg Pohlan (Hrsg.), Jahrbuch StadtRegion 2004/05: Schrumpfende Städte, 2005, 285 S., VS Verlag für Sozialwissenschaften, ISBN 3-531-14599-1, 36,90 Euro
2. Jansen / Priddat / Stehr (Hrsg.): „Demographie – Bewegungen einer Gesellschaft im Ruhestand“
Der Band geht davon aus, dass Deutschland dreifacher Weltmeister im Hinblick auf die demografische Entwicklung ist: Frühester Einsatz der Bevölkerungsschrumpfung, höchster Anteil von Kinderlosen in einem Jahrgang und stärkste Kompensation der Schrumpfung durch Zuwanderung. Die Forschung über die Dimensionen der Demographiefolgen und ihrer Abschätzung steht jedoch noch immer am Anfang, weshalb eine konstruktive Bewegung hin zu einem konkreteren Bild der Folgen des demographischen Wandels als notwendig erachtet wird. Mit Beiträgen von: Moritz Avenarius, Stephan A. Jansen, Michael Hermann, Gertraud Koch, Birger P. Priddat, Robert B. Vehrkamp, u.a.
Stephan A. Jansen / Birger Priddat / Nico Stehr (Hrsg.), Demographie – Bewegungen einer Gesellschaft im Ruhestand, 367 S., VS Verlag für Sozialwissenschaften, ISBN 3-531-14780-3, 34,90 Euro
3. Dienel (Hrsg.): „Abwanderung, Geburtenrückgang und regionale Entwicklung"
In diesem Buch wird, ausgehend von der Fallstudie Sachsen-Anhalt, erstmals eine interdisziplinäre Gesamtschau der regionalen Bevölkerungsentwicklung in Ostdeutschland und ihrer Einflussfaktoren vorgelegt. Der vergleichende Blick auf andere Regionen in Deutschland, Italien, Irland, Finnland und Portugal ermöglicht neue Blickwinkel auf regionale Entwicklungsdisparitäten und ihre Folgen. Mit Beiträgen von Karl-Heinz Daehre, Gerry Kley, Antje Gerloff, Loreen Lesske, Frauke Mingerzahn, Holger von der Lippe, Sibylle Peters u.a.
Christiane Dienel (Hrsg.), Abwanderung, Geburtenrückgang und regionale Entwicklung – Ursachen und Folgen des Bevölkerungsrückgangs in Ostdeutschland, 355 S., VS Verlag für Sozialwissenschaften, ISBN 3-531-14726-9, 39,90 Euro
4. Oswalt (Hrsg.): „Schrumpfende Städte. Handlungskonzepte“, Band 2
Zeitgleich zur Ausstellung in Leipzig ist der zweite Band des Projektes "Shrinking Cities" erschienen. Die Bedeutung des kulturellen Aspektes von Schrumpfung für das Aufspüren von Qualitäten und die Entwicklung von Strategien im Umgang mit Schrumpfung wird in diesem Band durch die Darstellung unterschiedlichster Handlungsansätze aufgegriffen. In die vier Handlungsfelder Abbauen, Umwerten, Reorganisieren und Einbilden gegliedert, geht der Sammelband auf den unterschiedlichsten Maßstabsebenen und im internationalen Kontext der Frage nach, welche Möglichkeiten bestehen, Handlungskonzepte für schrumpfende Städte zu formulieren.
Philipp Oswalt (Hrsg.), Schrumpfende Städte. Handlungskonzepte, Band 2, 896 S., Hatje Cantz Verlag, ISBN 3-7757-1558-4, 39,80 Euro
5. Sieverts / Koch / Stein / Steinbusch (Hrsg.): „Zwischenstadt – inzwischen Stadt? - Entdecken, Begreifen, Verändern“
Zum Abschluss des dreijährigen Ladenburger Kollegs "Mitten am Rand - Zwischenstadt" liegt mit diesem Band ein Querschnitt durch das Forschungsprojekt vor. Die durch unterschiedliche disziplinäre Zugänge erarbeiteten Deutungen und Qualifizierungsansätze für die Zwischenstadt werden mittels der wesentlichen Erkenntnisse und Argumente der Teilprojekte vorgestellt.
Sieverts, Thomas / Koch, Michael / Stein, Ursula / Steinbusch, Michael (Hrsg.): "Zwischenstadt – inzwischen Stadt? - Entdecken, Begreifen, Verändern", 2005, 200 S., Verlag Müller + Busmann, ISBN 3-928766-72-4, 24,00 Euro
6. Rohr-Zänker/Schleifnecker: „Perspektiven der Wohnungsnachfrage. Berichte zu den Wohnungsmärkten in Niedersachsen“
Im ersten Teil dieser Studie werden die Ergebnisse der Wohnungsprognose wiedergegeben, in der neben der Haushaltsentwicklung auch die Alters- und Haushaltsstrukturverschiebungen in den Landkreisen und kreisfreien Städten Niedersachsens bis 2015 prognostiziert werden. Im zweiten Teil wird die Entwicklung der Wohnungsnachfrage bis 2030 in drei Szenarien kontrastiert. Im „Status-quo-Szenario“ werden die gegenwärtigen Trends und die herrschenden politischen Akzente fortgeschrieben. Im Szenario „Marktliberalität“ zieht sich der Staat zugunsten des Marktes zurück. Im Szenario „Aktivierender Staat“ sind die Ziele einer nachhaltigen Entwicklung handlungsleitend. Die Studie ist kostenlos. Bestellungen sind unter 0511/361-5536 (Tel.) oder 0511/361-985536 (Fax) möglich.
Ruth Rohr-Zänker (Verf.); Thomas Schleifnecker (Verf.); Niedersächsische Landestreuhandstelle (LTS) (Hrsg.), Perspektiven der Wohnungsnachfrage. Berichte zu den Wohnungsmärkten in Niedersachsen, Hannover, 2005, Heft 14
7. Preuß / Barczewski / Schrenk / Weber (Hrsg.): „Nachhaltige Nutzung und Revitalisierung von Brachflächen“
Flächen auf der „Grünen Wiese“ werden immer noch in großem Umfang für Wohnen, Wirtschaft, Handel, Verkehr und Freizeit in Anspruch genommen. Parallel dazu nehmen Zahl und Ausmaß der brach liegenden Flächen in den Städten zu. Im Rahmen einer deutsch-amerikanischen Forschungskooperation wurden in fünf bilateralen Workshops Verfahrensweisen beim Umgang mit Brachflächen im Rahmen des Flächenrecyclings diskutiert. Dieser Band dokumentiert den 5. Workshop, der sich mit Fragen des nachhaltigen Flächenrecyclings in den Städten befasste und an bereits vorliegende bilaterale Erfahrungen mit Finanzierungsinstrumenten, beim Projektmanagement und -marketing, der Risikobewertung und -kommunikation sowie bei der Integration sozialer Aspekte des Flächenrecyclings anknüpft.
Thomas Preuß / Baldur Barczewski / Volker Schrenk / Karolin Weber (Hrsg.), Nachhaltige Wiedernutzung und Revitalisierung von Brachflächen, Dokumentation des 5.deutsch-amerikanischen Workshops „Sustainable Reuse and Revitalization of Potentially Contaminated Sites. New Directions, Tools and Concepts” vom 15.-17.9.2004 in St. Louis, Missouri, Difu-Materialien, 198 S., Bd. 10/2005, ISBN 3-88118-403-1, 20 Euro, Weitere Informationen hier
8. Zeitschrift Die alte Stadt: Stadtumbau, Heft 4/2005
Das Schwerpunktthema Stadtumbau wird aus stadtgeschichtlichem, denkmalpflegerischen oder international vergleichendem Blickwinkel reflektiert. Die Beiträge verdeutlichen, dass Stadtumbau im historischen Rückblick durchaus ein „altes“ Thema darstellt. In Bezug auf das aktuelle Verständnis von Stadtumbau und die entsprechenend Förderprogramme stellen einige Beiträge die Frage nach den Konsequenzen der Entwicklungsprozesse für die „Alte Stadt“ und fordern eine klare Prioritätensetzung auch zugunsten der traditionellen Stadt.
Mit Beiträgen von Gerd Albers, Peter Gatzweiler, Johann Jessen/Karolinie Brombach, Thomas Pristl u.a. Das Heft (ISSN 0170-9364) ist über den Franz Steiner Verlag zu beziehen und kostet 24 Euro.
9. Zeitschrift RaumPlanung: Schwerpunkt Wohnungsmarkt, Heft 122
Die aktuelle Ausgabe der RaumPlanung betrachtet Facetten des Wohnungsmarktes und der Wohnraumversorgung aus den Perspektiven von Kommunen, Wohnungsgesellschaften und -genossenschaften sowie privaten Eigentümern. Anschließend zeigen Praxisbeispiele, welche Ergebnisse mit innovativen Konzepten zu erzielen sind. Eine Übersicht der Beiträge ist hier zu finden. Das Heft kann für 16 Euro zzgl. Versand beim IfR e.V. bestellt werden.
10. Zeitschrift Forum Wohneigentum: „Bürgerorientierte Kommunikation / Teilhabe an Stadtentwicklung und Wohnungspolitik“, Ausgabe 6/2005
Schwerpunkte dieser Ausgabe sind Kommunikation, Partizipation und bürgerschaftliches Engagement beim Umbau der Stadt. Eine Übersicht der Beiträge mit punktuellen Downloadmöglichkeiten ist hier zu finden. Das Heft kann beim vhw-Bundesverband für Wohneigentum und Stadtentwicklung e.V. für 14,00 € zzgl. Versand bestellt werden.
11. Moritz / Schmidt-Wenzel / Sperber: „Neue Anforderungen an Beteiligungsprozesse bei der Wiederaufwertung schrumpfender Städte“
Die Internet-Publikation setzt sich theoretisch mit veränderten Anforderungen an Bürgerbeteiligung und zeigt Möglichkeiten und Grenzen der Förderung von Reurbanisierungsprozessen durch Bürgerbeteiligung auf.
Anja Moritz, Alexandra Schmidt-Wenzel, Michael Sperber: Neue Anforderungen an Beteiligungsprozesse bei der Wiederaufwertung schrumpfender Städte - Theoretische Überlegungen und Empfehlungen für die Praxis - abrufbar hier.
III. Neuigkeiten
1. BBR: Forschungsprojekt „Strategien der Landes- und Regionalplanung zur Bewältigung des demographischen Wandels“
Ziel des Projektes ist es, einen Überblick über aktuelle Aktivitäten der Landes- und Regionalplanung zur Bewältigung des demographischen Wandels zu erhalten. Dazu werden relevante Leitbilder, Strategien, Konzepte und Instrumente der Raumordnung und Landesplanung nach vergleichbaren Kriterien gesammelt, analysiert und in einer EDV-basierten Datenbank gegenübergestellt. Weiterhin sollen durch Synopse Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Wahrnehmung und Anpassung an den demographischen Wandel kategorisiert werden.
Laufzeit des Forschungsprojektes: November 2005 bis November 2006. Weitere Informationen hier
2. BBR: Forschungsprojekt „Regionale und kommunale Strategien zur Aktivierung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Potenziale einer alternden Gesellschaft“
Ziel des Projektes ist es, Fallbeispiele aus den Regionen zusammen zu tragen, welche die demographische Alterung als Potenzial identifiziert und Strategien für regionale Aktivitäten entwickelt haben. Neben der Bewertung der Potenziale und der eruierten regionalen Erfahrungen sollen Möglichkeiten der Übertragbarkeit diskutiert werden.
Laufzeit der Forschungsprojektes: November 2005 bis März 2006. Weitere Informationen hier
3. BBR: Gutachten "Kommunale Planungspraxis quo vadis?"
Davon ausgehend, dass Stadtentwicklung heute und zukünftig durch eine Gleichzeitigkeit von Wachstum und Schrumpfung gekennzeichnet sein wird, sich die Planungspraxis bisher nur bei der Steuerung von Wachstumsprozessen bewährt hat, wurde im Rahmen des ExWoSt-Projektes "Stadtquartiere im Umbruch" untersucht, wie die Planungspraxis für die Gestaltung von Schrumpfungsprozessen vorbereitet ist. Weitere Informationen hier sowie Download des Gutachtens.
4. Forschungsagentur Stadtumbau West: Bericht zur 6.Projektwerkstatt
Am 10./11. November 2005 hat in den Pilotkommunen des regionalen Verbunds Schwalm-Eder West die 6. Projektwerkstatt im ExWoSt-Forschungsfeld Stadtumbau West stattgefunden. Der thematische Schwerpunkt lag bei "Anpassungsnotwendigkeiten der sozialen Infrastruktur im Stadtumbau". Eine ausführliche Dokumentation der Veranstaltung, Downloads der Präsentationen und Referate finden Sie hier
5. Land Brandenburg: Internet-Plattform „Demografischer Wandel in Brandenburg“
Die Internetseite informiert über Ursachen und Folgen des demographischen Wandels, sowie über Handlungskonzepte des Landes Brandenburg. In Zusammenarbeit mit den Fachministerien erfolgte eine umfangreiche Bestandsaufnahme räumlicher Strukturen und Standorte, die auf der Webseite in Form eines Strukturatlas abrufbar ist. Der Strukturatlas gliedert sich als thematische Kartensammlung mit über hundert Karten in zwölf Bereiche wie z.B Siedlung und Bevölkerung / Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung / Wirtschaft und Kultur und beinhaltet auch Prognosedaten teilweise bis ins Jahr 2050.
6. ILS (Hrsg.): "Demografischer Wandel - Konsequenzen für die kulturelle Infrastruktur"
Die Veranstaltungsdokumentation mit Beiträgen von Rainer Danielzyk, Albrecht Göschel, Christian Meyer u. a. kann hier heruntergeladen werden.
7. Mitspieler und Unterstützer für das Stadtspiel „alles Dresden“ gesucht
Pünktlich zur 800 Jahr Feier der Stadt Dresden hat das ZukunftsWerk Stadt in Kooperation mit dem Leipziger Netzwerk Südost e.V. das Dresdner Spiel entworfen, ein Brettspiel basierend auf der Straßenkarte des Dresdner Zentrums. Jedoch weicht das Brett von gängigen Stadtplänen entscheidend ab: Die Grundstücke sind alle leer. Um dieses Dresden zu einer farbenfrohen, lebendigen Stadt zu machen, bedarf es der Ideen der Spieler. Das Spiel soll Mitte des Jahres als Dresdensouvenir erscheinen - derzeit werden noch Mitspieler und Unterstützer gesucht. Weitere Informationen auf der Internetseite.
IV. Termine und Veranstaltungen:
30./31.03.06, Dresden
Internationales Symposium: Coping with city shrinkage – lessons from around the globe
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, den USA, Australien, Brasilien, Mexiko und Süd-Korea werden auf der englischsprachigen Veranstaltung aus international vergleichender Perspektive über die Problematik schrumpfender Städte und den Umgang damit diskutieren. Der Vergleich der deutschen Strategien im Umgang mit urbanen Schrumpfungsprozessen (Stadtumbau Ost) mit Ansätzen in anderen Ländern wird dabei besondere Aufmerksamkeit erfahren.
Veranstalter: Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und Schader-Stiftung
Programm als Download
Für aktuelle Termine und Veranstaltungen verweisen wir auf die umfangreichen und aktuellen Terminübersichten der Internetseiten stadtumbau-ost.de und stadtumbau-ost.info
V. Zusammenfassungen von Abschlussarbeiten:
1. Diplomarbeit: „Stadt bestellt Brache – Die Stadt als Initiator von Zwischennutzung?“
Die Arbeit ergründet die Möglichkeiten der Initiierung von Zwischennutzung für von Schrumpfung betroffene Städte. Hierbei soll ein entwickeltes Planwerk auf gesamtstädtischer Ebene die verschiedenen Interessen koordinieren.
Jochen Alexander Zimmermann: „Stadt bestellt Brache – Die Stadt als Initiator von Zwischennutzung?“ Die Auslotung von Möglichkeiten Zwischennutzung strukturiert zu bewirken. Download Zusammenfassung
2. Diplomarbeit: „Voneinander lernen – citizen empowerment“
Ohne Bürger keine Stadt! Die Arbeit untersucht die Umsetzung der Stadtteilentwicklung in East Manchester und dem Leipziger Osten insbesondere im Hinblick auf Partizipation. Positive Ideen und Ansätze werden auf ihre Übertragbarkeit geprüft um optimierte Handlungsempfehlungen für beide Stadtteile zu erstellen.
Rita Märzheuser: „Voneinander lernen – citizen empowerment. Partizipation in der Stadtteilentwicklung East Manchesters und des Leipziger Ostens“ Download Zusammenfassung
3. Diplomarbeit: „Infrastruktur in Schrumpfenden Städten“ - korrigierter Link
Bei dieser bereits im letzten Newsletter vorgestellten Arbeit war der Downloadlink falsch - deshalb an dieser Stelle noch einmal mit korrigiertem Link.
Die Arbeit beleuchtet die Auswirkungen von Schrumpfungsprozessen auf die technische, soziale und Verkehrsinfrastruktur. Es werden Probleme im Umgang mit den Auswirkungen aufgezeigt und Lösungsansätze am Fallbeispiel Halle/Saale verdeutlicht.
Thomas Armann: „Infrastruktur in Schrumpfenden Städten – Auswirkungen, Probleme und Lösungsansätze am Beispiel Halle (Saale)“ Download Zusammenfassung
Die Redaktionen des Newsletters bieten eine Plattform zur Veröffentlichung von Abstracts von Abschlussarbeiten (Masterarbeit, Diplomarbeit, Dissertation etc.) an. Interessierte können eine PDF-Datei an die Redaktion schicken, welche dann im darauffolgenden Newsletter mit Downloadmöglichkeit und Kurzbeschreibung des Themas veröffentlicht wird. Die Redaktionen wollen damit dem wissenschaftlichen Nachwuchs die Möglichkeit geben, ihre Abschlussarbeiten einer breiten interessierten Leserschaft zugänglich zu machen.
Folgende formale Anforderungen für Versendung im Newsletter Scr Schrumpfende Stadt / Stadtumbau Ost bitte beachten: Die aussagekräftige Zusammenfassung darf max. eine DIN A4 Seite lang sein und muss als PDF-Datei mit maximal 250 Kb der Redaktion vorliegen. In der Kopfzeile ist einzufügen: „Newsletter Schrumpfende Stadt / Stadtumbau Ost“ sowie Nummer und Jahr des folgenden Newsletters (z.B. „Newsletter Nr. 20, Januar/Februar 2006). Danach sollten folgende Informationen zum Autor / zur Autorin bzw. zur Arbeit aufgeführt werden: Name des Autors bzw. der Autorin / Bildungseinrichtung, an der die Arbeit geschrieben und eingereicht wurde / Studiengang des Autors bzw. der Autorin / Art der Abschlussarbeit (Diplomarbeit, Disseration, Masterarbeit …) / Titel der Abschlussarbeit
Die Redaktion behält sich vor, Arbeiten nicht in den Newsletter aufzunehmen bzw. Korrekturen des Layoutes, der Dateigrösse etc. mit dem Autor abzustimmen.
VI. Redaktionelle Hinweise:
Mitwirkung Newsletter #21
Aktuell erhalten diesen Informationsbrief etwa 730 Empfänger. Die Herausgeber (Schader-Stiftung und AG schrumpfende-stadt.de) freuen sich über das breite Interesse am Thema und unserem Angebot. Noch mehr freuen wir uns über Rückmeldungen jeglicher Art, sei es konstruktive Kritik, Lob oder Ihre inhaltliche Unterstützung. Um diesen Newsletter möglichst informativ gestalten zu können, sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen. Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit durch Ihre Mitwirkung und geben Sie uns Ihre Beiträge aus den Themenbereichen Schrumpfende Städte / Regenerierung / Stadtumbau für die Rubriken Veröffentlichungen, Neuigkeiten, Termine und Veranstaltungen sowie Zusammenfassungen von Abschlussarbeiten bis zum 27. Februar 2006 per Email bekannt. Wenn wir Sie an den Redaktionsschluss des nächsten Newsletters rechtzeitig erinnern sollen, schreiben Sie uns bitte!
Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie unseren Newsletter in Ihrem Umfeld bekannt machen könnten.
Ihr Team von schrumpfende-stadt.de und stadtumbau-ost.de.
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